Hier dreht sich alles um DIY & Maker-Projekte, bei denen Technik und Kreativität aufeinandertreffen. Ob Arduino, 3D-Druck, Smart Home oder selbstgebaute Sensoren – ich zeige dir Ideen, Bauanleitungen, Erfahrungen und Werkzeuge, die in keinem Nerd-Keller fehlen dürfen.
Heute kein klassischer Artikel – stattdessen ein Blick direkt auf die Werkbank.
Der NerdyMidiMapper entsteht gerade live zwischen Code, Controllern, leuchtenden Pads und einer guten Portion „Warum geht das eigentlich nicht einfacher?“.
Die Grundidee lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Ein MIDI Controller(bezahlter Link) als Stream Deck(bezahlter Link) – nur offener, flexibler und ohne Cloud.
MIDI rein, Windows-Aktionen raus – und visuelles Feedback wieder zurück auf den Controller. Taster, Fader, LEDs, Displays. Alles darf miteinander sprechen, ohne Spezialtreiber, ohne Zwang, ohne Abos.
Noch ist das Projekt roh. Noch ist vieles provisorisch. Aber die ersten Controller reagieren bereits – und genau das macht diese Phase so spannend.
Was der NerdyMidiMapper als „Stream Deck mit MIDI“ leisten soll
MIDI-Controller frei auf Windows-Funktionen mappen
Rückmeldung von Software an LEDs, Pads und Displays
Mehrere Controller gleichzeitig verwalten
Profile für unterschiedliche Anwendungen (Desktop, DAW, Video, Tools)
Komplett lokal – keine Cloud, keine Accounts
Das Ziel ist kein weiteres Bastelspielzeug, sondern eine echte Stream-Deck-Alternative auf MIDI-Basis für alle, die mehr Kontrolle wollen als fertige Ökosysteme bieten.
Aktueller Stand
Grundlegende MIDI-Erkennung funktioniert
Erste Tests mit LED‑Rückkanälen laufen
Logik für Mappings wird gerade entworfen
GUI befindet sich im Aufbau
Vieles davon ist aktuell noch Drahtmodell statt Hochglanzprodukt – aber genau hier beginnt die eigentliche Geschichte eines Tools.
Wie es weitergeht
Dieser Teaser markiert bewusst nur den Anfang. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wie gut sich ein MIDI Controller als Stream Deck im Alltag schlagen kann – mit echten Anwendungen, echten Controllern und echten Problemfällen.
Der nächste ausführliche Artikel wird tief ins Eingemachte gehen: Architektur, MIDI-Flows, Rückkanäle, Windows-Events, Fallstricke und die typischen „Warum tut das jetzt DAS?“-Momente.
Bis dahin gilt: Die Werkbank bleibt offen – und der NerdyMidiMapper wächst Schritt für Schritt in seine Rolle als offene Stream‑Deck‑Alternative hinein.
Manchmal stolpert man über Hardware, bei der man kurz innehält und denkt: „Moment. Das kann doch nicht alles in diesem kleinen Ding drinstecken… oder?“ Genau so ein Moment war es, als der Ubisys LD6 auf meinem Tisch landete.
Der LD6 ist ein Zigbee-basiertes LED-Dimm- und Steuer-Modul, das mit nur 10 mm Bauhöhe daherkommt und sich dadurch perfekt in Zwischendecke oder kleine Gehäuse integrieren lässt. Und trotz seiner zierlichen Erscheinung ist er einer der mächtigsten LED-Controller, die ich bisher ausprobiert habe.
Wir reden hier nicht von einem 0815 „RGB-Streifen an/aus“-Ding. Das Gerät kann mehr. Viel mehr.
Was macht den Ubisys LD6 so besonders?
Wenn man das Datenblatt durchgeht (ja, ich lese sowas freiwillig – keine Scham), fallen einige Punkte sofort positiv auf:
6 LED-Ausgänge → du kannst also zwei komplette RGB-Stripes oder einen RGBWW-Stripe an einem einzigen Modul betreiben, aber auch sechs einzelne LED Stripes sind möglich usw..
Nennstrom-Ausgang pro Kanal: 6 A → das ist schon echt ordentlich.
Max. Gesamtstrom: 12 A über alle Kanäle kombiniert.
Eingebaute Schutzfunktionen:
Ausgangsschutz
Kurzschlussschutz
Übertemperaturschutz
Überlastschutz
Überspannungsschutz
Überstromschutz
Das bedeutet: Das Ding brennt dir nicht einfach weg, nur weil du mal eine LED-Leiste zu enthusiastisch verlängert hast. (Du weißt, was ich meine.)
Und jetzt kommt der wirklich nerdige Teil: Der LD6 hat drei Eingänge für Taster oder Sensoren, inklusive 3,3V Ausgang – perfekt für I2C-Sensoren wie:
Temperatur
Luftfeuchtigkeit
Umgebungslicht
Präsenzsensoren
oder sogar einen kleinen ESP, wenn du es übertreiben willst
Damit kannst du theoretisch ein autonomes Lichtsystem aufbauen, das Helligkeit und Farbe dynamisch an die Umgebung anpasst.
Für rund 40€ ist das absurd gut. Du findest den übrigens im Ubisys Store auf Amazon(bezahlter Link).
Kleine Schwächen – aber nichts Dramatisches
Kein Gerät ist perfekt, und beim LD6 gibt es zwei Punkte, die man ehrlich erwähnen muss:
1. Nicht direkt in Zigbee2MQTT integriert
Das bedeutet: Man bekommt keine schöne einfache UI, sondern wird erst einmal mit sehr vielen Datenpunkten erschlagen. Wirklich sehr vielen. Ich dachte kurz, ich hätte versehentlich ein Smart-Home-Kraftwerk eingefügt.
2. Die Klemmen sind… nennen wir es „sportlich“
Extrem kleine Steckklemmen mit noch kleineren Entriegelungsöffnungen. Wenn du dicke Drähte hast oder unruhige Hände: Viel Spaß.
Verbesserungsvorschlag
Ich würde mir Schraubklemmen oder moderne Hebelklemmen wünschen. Bei zigbee2mqtt ist die Community gefragt.
Praxis: Die Default-Einstellungen in Zigbee2MQTT
Beim ersten Setup ist mir Folgendes aufgefallen:
Rot und Grün waren vertauscht.
Es gibt so viele Datenpunkte, dass einem kurz schwindelig wird.
Beides lässt sich lösen, es ist nur… ein Moment des Sortierens.
Der LD6 reiht sich dort zwischen „Ultra flexibel“ und „Macht alles, aber erklärt wenig“ ein.
Würde ich den Ubisys LD6 kaufen?
Würde? Werde!
Das hier ist der funktionellste LED-Controller, den ich bisher in der Hand hatte. Klein, leistungsstark, flexibel, fair bepreist.
Ja, die Klemmen könnten besser sein. Ja, Zigbee2MQTT braucht noch etwas Liebe.
Aber das ist ein Preis, den ich gerne bezahle.
Und sobald Zigbee2MQTT ein offizielles Template integriert hat, wird das hier einer der besten Allround-LED-Controller im Zigbee-Bereich.
Fazit
Der Ubisys LD6 ist ein Gerät für Leute, die mehr wollen als nur „Strippe bunt machen“.
Er richtet sich an alle, die sagen:
„Ich möchte meine LED-Beleuchtung richtig kontrollieren – und nicht nur an/aus drücken.“
Wenn du gerne tüftelst, Sensoren liebst und es magst, wenn Hardware smart statt nur smart-home-kompatibel ist, dann ist der LD6 ein absoluter Geheimtipp.
Und der Preis? ~40€*. Da lohnt es sich kaum, selbst etwas zu bauen. Falls du dir jetzt auch denkst „will ich haben“, dann findest hier den Ubisys LD6 auf Amazon(bezahlter Link).
Stell dir vor, du hast vier stinknormale Taster an der Wand. So unscheinbare kleine Klickfreunde, die weder WLAN haben, noch ein Bluetooth-Selbstbewusstsein. Der Ubisys C4 nimmt diese vier alten Kameraden, wirft sie in einen Topf aus Zigbee-Magie, Routing-Fähigkeiten und einer Prise deutscher Ingenieurskunst und zack – dein Haus gehorcht dir auf Fingerdruck.
Was ist der Ubisys C4?
Kurz gesagt: Der C4 ist ein Zigbee-Eingangsmodul, das vier Taster oder Schalter in Zigbee-Signale verwandelt. Und nicht nur so: „Ich mach Licht an.“ Nein, der C4 ist eher:
„Ich mache Licht an, dimme es, rufe Szene 7 auf, fahre die Jalousien halb runter, starte den Beamer, senke den Altar und öffne die Tür zur Erkenntnis.“ (Ungefähr.)
Technisch bedeutet das:
4 Eingänge (z. B. Taster an der Wand)
Jeder Eingang kann anders konfiguriert werden
Das Ding ist gleichzeitig ein Zigbee Router – also Mesh-Buff für dein Netzwerk
Zigbee 3.0 zertifiziert und damit ziemlich kompatibel
Oder wie Ubisys es ausdrückt: Professionelle Gebäudeautomation.
Wie ich es ausdrücke: Der Typ in der Smart-Home-Bar, der weiß, wie man ernsthaft arbeitet.
Warum sollte man das wollen?
Du hast bestimmt schon diese smarten Funk-Taster gesehen, die nach zwei Monaten aussehen, als hätte sie jemand aus Kaugummi recycelt. Oder die mit Knopfzellen mitten in der Nacht sterben wie NPCs ohne Backup.
Der Ubisys C4 sagt: Nichts da. Richtige Verkabelung. Richtiger Strom. Richtige Zuverlässigkeit.
Und: Er wohnt Unterputz. Man sieht ihn nicht. Er ist wie Batman. Nur nützlicher.
Konfiguration: Hier wird’s deep
Jeder der vier Eingänge kann…
On/Off schalten
Dimmen
Szenen abrufen
Rolläden steuern
Und das alles mit Kurz / Lang / Doppel / Halten / Tap-Dance, wenn du willst
Man kann dieses Gerät komplett auf: „Ich drücke einmal → Wohnzimmer fährt in Filmabend-Modus“
oder auf: „Ich tippe zweimal → Das Haus denkt, ich bin Gott.“
Im Alltag
Wenn du einmal alles eingestellt hast:
Läuft
Stürzt nicht ab
Vergisst nie, wer es ist
Was ich damit sagen will:
Das Ding ist kein „Smart Home Gadget“. Das Ding ist eine Infrastruktur-Entscheidung.
Einmal eingebaut und sauber konfiguriert, läuft der C4 wie ein stoischer Klosterbruder, der den ganzen Tag Schalter-Gebete in Zigbee übersetzt.
Für wen ist der C4?
Für dich, wenn:
du keine hässlichen Batterie-Funktaster willst
du echte Wandschalter behalten willst
dein Zigbee Mesh kräftiger werden soll
du Spaß daran hast, Dinge absurd präzise einzurichten
Nicht für dich, wenn:
du „Smart Home“ als „Ich schraub mal schnell was an die Wand“ verstehst
du denkst, Konfiguration sollte weniger als 3 Klicks dauern
Fazit
Der Ubisys C4 ist wie ein Schweizer Taschenmesser, aber jemand hat es so lange optimiert, bis es ISO9001 zertifiziert war.
Er ist mächtig.
Er ist verlässlich.
Er will respektvoll konfiguriert werden.
Und wenn du ihn einmal verstanden hast… fühlt sich dein Haus plötzlich wie dein Haus an.
Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ für Smarthome-Nerds ⭐️⭐️ für „Ich will nur, dass das Licht angeht“-Menschen
Positives & Negatives
Positiv:
Das Gehäuse ist mit nur 11 mm extrem flach. Zum Vergleich: Ein Shelly 1PM* hat rund 16 mm Tiefe – und das ist in der UP-Dose der Unterschied zwischen „entspannt reinschieben“ und „ich drücke hier seit 10 Minuten und nichts bewegt sich mehr“.
Im Lieferumfang liegen WAGO-Steckklemmen* bei. WAGO ist Smart-Home-Weihrauch. Wer WAGO beilegt, möchte dass du glücklich bist.
Unfassbar viele Konfigurationsmöglichkeiten – und zwar wirklich. Siehe z. B. die Übersicht in Zigbee2MQTT: https://www.zigbee2mqtt.io/devices/C4.html#ubisys-c4 Man kann sich darin verlieren. Aber auf die schöne Art.
Negativ:
Keine Anschlussterminals, sondern feste Anschlusskabel, die in jeder UP-Dose gefühlt zu lang sind. Und es sind verzinnte Litzen – wenn man die kürzt, muss man sie neu verzinnen oder Aderendhülsen aufpressen. Also: Crimpzange(bezahlter Link) raus, Kaffee holen, Geduld einpacken.
Fazit (mit Wunsch an die Zukunft)
Der Ubisys C4 ist ein mächtiger kleiner Zauberkasten. Super flach, super flexibel, super nerdig konfigurierbar. Aber: Anschlussterminals statt fest verbauter Kabel wären eine Verbesserung, die den Einbau spürbar entspannen würde.
Und nun die große Frage: Hätten nicht vier einfache Taster-Events gereicht?
Man könnte meinen: „Vier Taster, vier Datenpunkte, fertig. Jeder meldet single, double, hold – Case closed, Feierabend, Kaffee trinken.“
Theoretisch ja. Praktisch ist der C4 aber nicht in der Welt der Consumer-Smart-Buttons unterwegs, sondern im Universum der professionellen Gebäudeautomation. Und dort gelten andere Naturgesetze:
Dinge sollen direkt miteinander sprechen können (Stichwort: Binding), ohne dass ein Smart Home Server mitliest.
Jede Taste kann mehr als nur klicken – Szenen, Level-Dimming, Jalousien, komplexe Sequenzen.
Und ganz ehrlich: Der C4 ist eher „Vier Eingänge, die sich wie 128 verschiedene Eingabetypen verhalten können und dabei noch unterschiedliche Geräte simultan ansprechen“.
Deshalb wirkt das Gerät manchmal so, als würde man eine Kaffeemaschine benutzen, die auch Webserver hosten kann.
Aber: Wenn du einfach nur Taster-Events willst, bekommst du sie trotzdem – nur eingebettet in eine Struktur, die eigentlich viel, viel mehr kann.
Kurz gesagt: Ja, vier simple Events hätten technisch gereicht – aber dann wäre der C4 nicht der C4, sondern einfach irgendein Funktaster.
Und irgendein Funktaster ist langweilig.
Der C4 ist der Typ, der im Smart Home sagt: „Wir machen das richtig, oder wir machen’s gar nicht.“ 😄
Kaufe ich mir den?
Jain. Funktional ist der C4 absolut stark und eine echte Alternative zum Shelly i4* – gerade wenn man Wert auf echte, kabelgebundene Taster legt und nicht auf batteriebetriebene Knopfzellen-Drama-Buttons. Aber: Was ich mir wirklich wünschen würde, wäre eine DIN-Schienen-Variante für den Sicherungskasten.
Warum? Weil ein zentralisiertes Smart Home einfach schöner zu warten ist. Du weißt, wo alles sitzt. Du musst später nicht überlegen:
„Habe ich jetzt im Flur, im Wohnzimmer, hinter der Kaffeemaschine oder in diesem kryptischen 68mm UP-Dosen-Goblinloch das gute Stück verbaut?“
Preislich liegt der C4 mit rund 60€ in einem Bereich, der völlig okay ist: nicht billig, nicht überteuert – eher „fair für das, was er kann“.
Aber bis Ubisys vielleicht irgendwann die C4-DIN-Edition ankündigt, bleibt es ein kleiner Traum von ordentlicher Schrankästhetik und wohlig sortierten Leitungen.
Wo kaufen
Und wenn der C4 für dich genau das richtige Modul ist – also wenn du sagst: Ja, ich will echte Taster, echtes Zigbee, echtes Smart Home ohne Batteriedrama – dann schau mal im Ubisys Store auf Amazon(bezahlter Link) vorbei.
Ich durfte für diesen Beitrag vier Smart-Home-Geräte von Ubisys(bezahlter Link) testen – darunter den Ubisys D1-R, einen Zigbee-Dimmer für die Hutschiene, um welchen es in diesem Beitrag gehen wird. Schon beim Auspacken wird klar: Das ist kein typisches Bastelmodul, sondern Profi-Hardware für alle, die Smart-Home ernst meinen.
Erster Eindruck & Einbindung
Der Ubisys D1-R präsentiert sich als leichtes, aber hochwertiges DIN-Schienenmodul. Das Gehäuse wirkt robust und durchdacht, nichts klappert – eindeutig professionelle Hardware. Der Dimmer benötigt eine TE (Teilungseinheit) im Schaltschrank und passt damit platztechnisch genau wie ein klassischer Sicherungsautomat und hat mit einer Belastbarkeit von 500VA ordentlich power.
Einbindung ins Smart Home
Die Einrichtung war in beiden Fällen völlig problemlos:
Zigbee2MQTT: per Sonoff Zigbee USB-Stick sofort erkannt und eingebunden
Ubisys Gateway G1: ebenfalls ohne Hürden, sauber ins System integriert
Nach dem Pairing erscheinen in ioBroker bzw. Zigbee2MQTT auffallend viele Datenpunkte – deutlich mehr als bei Shelly(bezahlter Link), Tuya & Co.
Zigbee-Datenpunkte des Ubisys D1-R
Besonders spannend: Der Ubisys D1-R verfügt über eine integrierte Verbrauchsmessung und liefert über den Datenpunkt load_power die aktuell anliegende Last in Watt.
Der Ubisys D1-R liefert extrem viele Infos und Einstellmöglichkeiten über Zigbee.
Datenpunkt
Beschreibung
ballast_minimum_level
Mindest‑Dimmwert, der von der angeschlossenen Last sichtbar umgesetzt werden kann (z. B. bei LEDs, die erst über einer Schwelle reagieren).
ballast_maximum_level
Maximaler Dimmwert der Last – bei kleineren LED‑Leistungen durch Senkung besserer Regelbereich über 0–100 %.
mode_phase_control
Auswahl des Dimmverfahrens: „automatic“, „forward“ (Leading Edge) oder „reverse“ (Trailing Edge).
Für den Praxistest kamen vier verschiedene Leuchtmittel zum Einsatz, alle mit den Werkseinstellungen des Ubisys D1-R, ohne vorherige Optimierung:
No‑Name LED 9,5 W
Osram LED 8,5 W
Kodak LED 5 W
CMI Halogen 42 W (klassisch, nicht LED)
Damit sollte sichtbar werden, wie sich der Dimmer ohne Anpassung je nach Lasttyp verhält.
Dimmverhalten – Praxistest mit vier Leuchtmitteln
Ich habe den Ubisys D1-R mit vier unterschiedlichen Leuchtmitteln getestet – alle im Werkszustand des Dimmers, ohne zusätzliche Anpassungen.
Leuchtmittel
Verhalten beim Start
Flackern
Erreichte sichtbare Max-Helligkeit
No-Name LED 9,5 W
ab ~2 %
Bei unter 2%
bereits bei ~20 %
Osram LED 8,5 W
ab ~13 %
kein Flackern
bei ~35 %
Kodak LED 5 W
ab ~10 %
ab ~12 % flackerfrei
erst bei ~55 %
CMI Halogen 42 W
ab ~2 % leichtes Glimmen
kein Flackern
bei ~100 %
🔎 Fazit dieser Tests: Bei LED‑Lasten wird die volle Helligkeit bereits deutlich unter 100 % erreicht. Der Dimmer ist ab Werk auf größere Lasten ausgelegt.
Optimierung möglich
Durch Anpassung der Datenpunkte ballast_maximum_levelundballast_minimum_level lässt sich das Dimmverhalten spürbar verbessern.
In meinen Tests funktionierte z.B. folgender Wert gut (Beispielwerte):
Osram LED 8,5 W: ballast_minimum_level = 38 und ballast_maximum_level = 75
Damit wird die Regelung über den gesamten Bereich von 0–100 % sichtbar und sauber – insbesondere bei LEDs mit anspruchsvollerem Treiber.
🛠️ Praxis-Tipp zur Einstellung
Warum ist diese Anpassung nötig?
LED-Lampen besitzen einen internen Treiber, der oft erst bei einer bestimmten Mindestleistung sauber arbeitet. Der Ubisys D1-R ist für sehr vielfältige Lasten ausgelegt – dadurch kann der Standardbereich bei kleinen LED-Leistungen nicht optimal passen.
Mit den beiden Parametern erklärst du dem Dimmer:
wie früh er sichtbares Licht erzeugen soll (ballast_minimum_level)
wann die maximale Helligkeit real erreicht wird (ballast_maximum_level)
Je besser diese Werte auf die Lampe abgestimmt sind, desto linearer, flackerfreier und sanfter dimmt der D1-R.
🔧 Schritt-für-Schritt
brightness auf 100 % setzen
ballast_maximum_levelschrittweise reduzieren
Sobald eine sichtbare Helligkeitsveränderung eintritt → optimalen Bereich erreicht
💡 Empfehlung: Je nach verwendeter Lampe sollte man etwas testen, um den idealen Bereich zu finden.
Updates
In meinem Test zeigte sich: Alle Ubisys-Geräte waren bereits auf dem neuesten Stand, daher konnte der OTA-Updateprozess selbst nicht praktisch getestet werden. Die Funktion ist jedoch vollständig integriert und transparent einsehbar.
Fazit – Ubisys D1-R
Der Ubisys D1-R ist ein Dimmer für alle, die Smart Home nicht als Spielzeug, sondern als dauerhafte Infrastruktur betrachten.
Was begeistert:
hochwertige Hardware
extrem viele Datenpunkte für maximale Kontrolle
einfache Einbindung in Zigbee (Zigbee2MQTT & Ubisys Gateway)
präzises Dimmen nach kurzer Optimierung
integrierte Verbrauchsmessung
schneller und kompetenter Support mit direktem Zugriff auf technische Dokumente
Was besser geht:
Datenpunkt-Dokumentation – aktuell nur auf englisch
keine Beschaltungshilfe am Gerät (z. B. Stromlaufplan auf dem Gehäuse, wie Shelly es macht)
Basic-Einstellungen könnten direkt in der Anleitung angegeben werden
Gerade Nerds und Optimierungs-Enthusiasten werden den D1-R lieben. Wer jedoch einfach nur „Dimmer rein, fertig“ erwartet, könnte ohne Doku schnell frustriert sein.
🏁 Empfehlung: Ubisys könnte mit besserer Kommunikation und einer öffentlich zugänglichen Dokumentation viel stärker in den B2C‑Markt wachsen. Denn das Produkt liefert – es braucht nur bessere Erklärungen.
Preis & Positionierung
Mit rund 140 € ist der Ubisys D1-R kein Schnäppchen – er liegt preislich klar im Premium-Segment. Im Vergleich: Einen Shelly-Dimmer für die DIN-Schiene bekommt man bereits für etwa 50–60 €.
Allerdings setzen Shelly & Co. auf WLAN oder LAN, während der D1-R ein echtes Zigbee-Gerät mit feinster Laststeuerung ist. Shelly punktet dafür mit einer intuitiven App und Weboberfläche, wodurch Einstellungen auch ohne tiefes Smart-Home-Know-how schnell erledigt sind.
Kurz gesagt: Shelly ist komfortabler, Ubisys ist präziser.
Der D1-R richtet sich klar an Anwender, die bereit sind, für Zuverlässigkeit, Langzeitbetrieb und professionelle Konfigurierbarkeit mehr zu investieren.
Für wen ist der Ubisys D1-R geeignet?
✅ Für smarte Hausinstallationen auf DIN-Schiene ✅ Für alle, die LED-Dimmen ernst nehmen (und es optimieren wollen) ✅ Für diejenigen, die lokale Steuerung ohne Cloud bevorzugen ✅ Für Home-Assistant- / ioBroker- / Zigbee2MQTT-Nerds ✅ Für Menschen, die technische Feinjustierung lieben ✅ Für alle, die keine Sorge vor Ausfällen haben wollen und Wert auf langfristige Stabilität legen
⚠️ Weniger geeignet für: „Plug & Play“-Erwartung ohne Konfiguration – Nutzer, die einfach nur „Licht an, Licht aus“ wollen – Installationen, bei denen keine Optimierung möglich oder gewünscht ist
Kurz: Ein Dimmer für Perfektionisten – nicht für Minimalisten.
Insgesamt überzeugt der Ubisys D1-R durch Profi‑Qualität, hervorragende Zigbee‑Integration und enorme Flexibilität – ein Premium‑Dimmer für Leute, die Technik nicht nur nutzen, sondern beherrschen wollen.
Persönliche Einschätzung
Ich würde den Ubisys D1-R sehr gerne dauerhaft selbst nutzen — die Technik begeistert mich, das Dimmergebnis ist top und die Zuverlässigkeit spricht für den Profiansatz. Allerdings liegt der Preis mit rund 140 € für meinen privaten Einsatz aktuell eher über meiner Schmerzgrenze.
Für Installationen, bei denen man nie wieder an Ausfälle denken möchte, ist der D1-R sein Geld trotzdem wert — nur eben nicht die günstigste Lösung für jede einzelne Lampe im Haus.
Und wenn du jetzt auch einen haben willst, dann schau mal in den Ubisys Store von Amazon(bezahlter Link)
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Es gibt Gadgets, die findet man zufällig – und plötzlich fragt man sich, wie man jemals ohne sie leben konnte. In meinem Fall: der PoE USB Splitter(bezahlter Link).
Ich wollte eigentlich nur eine weitere Smart-Home-Bridge anschließen. Nichts Wildes. Aber im Serverschrank war wieder kein Platz mehr für ein extra Netzteil, und eine weitere Steckdosenleiste hätte das Kabelchaos nur noch schlimmer gemacht. Also landete ich in den Tiefen von Amazon und stolperte über etwas, das so simpel wie genial ist: Ein kleines Kästchen, das aus einem PoE-Port gleichzeitig LAN und 5 V USB zaubert.
Was macht ein PoE Splitter mit USB?
Kurz gesagt:
PoE rein (Power over Ethernet, z. B. aus deinem Switch)
LAN raus (damit dein Gerät weiter im Netzwerk hängt)
USB raus (damit du ein weiteres Gerät mit Strom versorgen kannst)
Keine Steckdose nötig, keine zusätzlichen Netzteile – nur ein LAN-Kabel, das alles liefert. Für meine Smart-Home-Bridges ist das perfekt: LAN ins Gerät, und den USB-Ausgang nutze ich gleich für das nächste Gateway.
Warum ist das genial?
Weniger Kabelsalat: nur ein Netzwerkkabel, kein extra Netzteil
Platzersparnis im Serverschrank
Flexibilität: Ideal für Smart-Home-Bridges, Raspberry Pi Zero, IP-Kameras, kleine Sensorhubs
Saubere Stromversorgung direkt über den Switch
Einfach nerdig cool – mal ehrlich, sowas will man doch allein schon haben, weil’s geht.
Kleine Einplatinencomputer (Raspberry Pi Zero, ESP32-Devboards mit USB-Power)
IP-Kameras ohne eigenes PoE
Mesh-Repeater oder WLAN-Bridges
DIY-Projekte – z. B. ESP-gesteuerte LED-Controller direkt im Serverschrank
Wo gibt’s das?
Ich habe meinen bei Amazon gefunden – als Beispiel verlinke ich dir hier ein Modell*: 👉 PoE Splitter mit USB bei Amazon(bezahlter Link)
Preislich liegen die Teile oft zwischen 10 € und 20 €, je nach Leistung und ob du USB-A oder USB-C willst.
Mein Fazit
Ich habe vorher nicht gewusst, dass ich so ein Teil brauche – jetzt will ich es in jedem Patchfeld. Es löst gleich mehrere Probleme, spart Kabel, Steckdosen und Nerven. Und es fühlt sich einfach gut an, wenn man wieder ein Stück Chaos im Smart Home bändigen kann.
Und du?
Hast du auch so ein Gadget, das dein Smart Home oder Netzwerk komplett verändert hat? Schreib’s in die Kommentare oder teile den Artikel mit anderen Nerds, die dringend ein bisschen weniger Kabelsalat im Leben brauchen könnten.
Die neue Shelly Power Strip 4 Gen4 bringt frischen Wind in den Smart-Home-Markt: Vier Schuko-Steckdosen, jede einzeln schaltbar und mit Energiemessung versehen, dazu Matter Unterstützung, Zigbee-Repeater-Funktion und natürlich die bekannte Shelly-App. Klingt fast nach eierlegender Wollmilchsau – aber wie schlägt sich die Leiste im Alltag?
Einrichtung & Protokolle
Shelly App: Egal ob Zigbee oder Matter – die Einrichtung verlief schnell und problemlos. Einziger Haken: Nach einem Protokoll-Wechsel zeigte die App das Gerät als offline und beim erneuten Hinzufügen meldete sie teils „bereits mit anderem Konto verknüpft“ oder „kein anerkanntes Shelly Gerät“. Erst ein Neustart der App und erneutes hinzufügen brachte Abhilfe.
Matter über Alexa-App: QR-Code scannen, den Anweisungen folgen – einfacher geht es nicht. Jede Steckdose wird als eigenes Gerät erkannt, zusätzlich die gesamte Leiste als „Master“. Besonders komfortabel: Nach Rückkehr von Zigbee zurück zu Matter blieb die Alexa-Einbindung bestehen. Leider wird in der Alexa-App kein Verbrauch angezeigt.
Firmwarewechsel Zigbee: Vorwarnung: „After switching the firmware, all settings will be reset except for the Wi-Fi configuration.“ Praktisch bedeutet das: Vorher entscheiden, welches Protokoll man dauerhaft nutzen möchte. Irritierend: Nach dem Wechsel blieb die Meldung „Connecting to Shelly“ stehen – Ursache war eine neue IP, die Oberfläche hat hier kein Timeout. Es heißt also, trotzt Meldung, prüfen ob der Strip nicht doch eine neue IP bekommen hat.
zigbee2mqtt: Aktuell ist der Strip noch nicht vollständig unterstützt (Energiemessung fehlt), aber Schalten einzelner Kanäle funktioniert bereits. Nach Problemen mit dem Status „joined“ half nur Neu-Einbindung per App über Bluetooth – später erkannte zigbee2mqtt den Strip wieder korrekt.
MQTT & ioBroker
ioBroker Shelly-Adapter: Fehlermeldung im Log trotz unveränderter Client-ID – hier fehlt noch Support für den Power Strip.
Generischer MQTT-Adapter: Verbindung möglich, Daten kamen als JSON-Blob an. Ein direktes Schalten über JSON funktionierte jedoch nicht. Fazit: Für den MQTT-Einsatz ist es aktuell noch zu früh.
Physische Taster: Zum Glück echte Drucktaster statt Touch-Sensoren – zuverlässig und haptisch angenehm. Über Taster 1+4 lässt sich per Druckdauer auch ein Selbsttest, Reboot oder Werksreset starten, jeweils mit optischem Feedback durch LED-Blinkmuster.
LED-Ring: Praktisch als Last-Indikator – ohne Last grün, ab ~2,1 kW gelb/orange, ab ~2,5 kW rot. Bei Überlast schaltet die Steckdose ab, die App zeigt „Überstrom“. Danach lässt sie sich problemlos wieder einschalten.
LED-Anpassungen: Nachtmodus (LEDs aus in einstellbarem Zeitfenster) und einstellbare Grundhelligkeit. Farbanzeige ist global für alle Steckdosen – in der Werbung wirkte es individueller, tatsächlich ist es ein Shared-Setting.
Sicherheit & Schutzfunktionen
Schutzfunktionen in der App: Maximaler Leistungsschutz, Spannungsschutz und Stromschutz können individuell eingestellt werden – ideal für empfindliche Geräte.
Im Belastungstest blieb die Gehäusetemperatur mit rund 30 °C absolut unkritisch.
Die interne Überstromabschaltung funktionierte zuverlässig mit klarer Warnmeldung in der App.
Auffälligkeit: Der Power Strip erkennt fälschlicherweise Stromausfälle und setzt dann den unter „Output“ eingestellten Status. Abhilfe schaffte es, die Einstellung „Output settings“ auf „Restore last known state of output/relay“ zu setzen – damit ließ sich das Verhalten sogar umkehren, wenn zuvor „Turn OFF“ gewählt war. Da aber tatsächlich kein Stromausfall und keine Spannungsschwankung vorlagen, handelt es sich um einen klaren Bug. Eigentlich sollte diese Option nur das Verhalten nach echten Stromausfällen regeln.
Nachtrag: Nach ein paar Tagen Dauerbetrieb hat sich das Problem auf mysteriöse Weise in Luft aufgelöst. Kein Firmware-Update, keine geänderte Einstellung, keine Opfergabe an die Smart-Home-Götter – und plötzlich läuft alles stabil. Offenbar hat die Leiste beschlossen, sich selbst zu reparieren oder einfach den Bug zu vergessen.
Nachtrag 2: Und es ist wieder da. Der Shelly Support will den Strip bei sich prüfen. Ich halte euch auf dem laufenden.
Design & Verarbeitung
Kompakt, optisch unauffällig – macht auch auf Tisch oder Regal eine gute Figur.
Rückseite mit Klebefläche und Wandhalterungen. Allerdings nur für horizontale Montage vorgesehen; eine Möglichkeit für vertikale Befestigung fehlt.
Messungen & Auffälligkeiten
Energiemessung pro Steckdose verfügbar. Ein leichter Spannungsabfall von Steckdose 1 zu Steckdose 4 (< 1 V) wurde festgestellt, im normalen Betrieb irrelevant.
Abweichungen der Messwerte zwischen den Steckdosen sind gering und im Alltag ohne Bedeutung.
Update: Eigenverbrauchsmessung
Inzwischen wurde auch der Eigenverbrauch der Shelly Power Strip 4 Gen4 gemessen. Alle Werte wurden ohne angeschlossene Verbraucher aufgenommen.
Mit deaktivierten LED-Ringen:
Alle Steckdosen aus: 0,7 W
1 Steckdose an: 1,1 W
2 Steckdosen an: 1,6 W
3 Steckdosen an: 2,0 W
4 Steckdosen an: 2,5 W
Mit aktiven LED-Ringen:
1 Steckdose an: 1,2 W
2 Steckdosen an: 1,8 W
3 Steckdosen an: 2,3 W
4 Steckdosen an: 2,8 W
Die Leuchtfarbe der LEDs hatte dabei keinen Einfluss auf den Verbrauch. Selbst bei allen aktiv geschalteten Steckdosen bleibt der Eigenverbrauch mit unter 3 Watt erfreulich gering.
Fazit
Für MQTT- und ioBroker-Integration ist es momentan noch zu früh – die Adapter brauchen Updates. Wer hingegen Matter oder die Shelly-App nutzt, erhält eine extrem vielseitige und hochwertig verarbeitete Smart-Home-Steckdosenleiste. Die Schutzfunktionen, Energiemessung und der LED-Lastindikator sind praxisnah umgesetzt.
Im Preisbereich um die 60 € liegt sie gleichauf mit vier einzelnen Zigbee-Steckdosen (z. B. von NOUS), bietet aber zusätzlich Matter und mehr. Damit ist die Shelly Power Strip 4 Gen4 aktuell die stärkste Lösung, die ich im Smart-Home-Bereich gesehen habe – und eine spannende Investition für alle Nerds, die mehr als nur simples Schalten wollen.
Du willst Statusmeldungen aus deinem Smart Home nicht nur sehen, sondern stilvoll und individuell animiert anzeigen? Willkommen beim Nerd-Display – unserer eigenen Interpretation einer MQTT LED Matrix, gebaut auf einem ESP8266 mit MD_Parola und einer 4-teiligen MAX7219-Matrix im FC16-Format.
Im Gegensatz zu vielen Bastelprojekten, die nur starr einen Text anzeigen, bietet das Nerd-Display:
Anzeige mehrerer Nachrichten mit eigenen Ein- und Ausblendeffekten
individuelle Anzeigedauer (dwell) je Nachricht
Damit kannst du z. B. wichtige Statusmeldungen länger anzeigen und kurze Infos schneller durchlaufen lassen.
tl;dr
Willst du dein eigenes Nerd-Display bauen? Du brauchst einen D1 Mini* (oder kompatiblen ESP8266-Clone), ein 4-teiligesMAX7219-LED-Matrix(bezahlter Link) (Hardware-SPI) und ein paar Kabel. Verdrahtung:
Das Nerd-Display basiert auf dem ESP8266 D1 mini (z. B. AZDelivery D1 Mini(bezahlter Link)), der direkt an eine MAX7219-LED-Matrix angeschlossen ist. Wir nutzen bewusst die Hardware-SPI-Pins des ESP8266, weil diese deutlich schneller sind als eine Software-Implementierung – wichtig für flüssige Animationen bei mehreren Modulen.
Anschlussplan:
Matrix-Pin
ESP8266-Pin
Funktion
VCC
5V
Stromversorgung
GND
G
Masse
DIN
D7 (MOSI)
Datenleitung SPI
CS
D2
Chip Select
CLK
D5 (SCK)
SPI-Taktleitung
Software-Architektur
Der komplette Quelltext liegt auf GitHub – Nerd-Display. Damit der Beitrag lesbar bleibt, beschränken wir uns hier auf Auszüge und eine Funktionsbeschreibung:
1) app.* – Globale Struktur Zentrale Objekte (Display, MQTT‑Client, Webserver) und Konfigurationen. Änderungen (z. B. Helligkeit) wirken sofort systemweit.
2) config_store.* – Konfiguration speichern & laden MQTT‑Daten und mDNS‑Namen im LittleFS speichern. Änderungen per WebUI oder MQTT (/set/...).
3) display_service.* – LED‑Matrix‑Steuerung Steuert alle Parola‑Animationen, Anzeigewechsel und Effekte – jetzt auch pro Nachricht individuell (Effekte + dwell).
Das Nerd-Display bringt deine MQTT LED Matrix-Anzeigen auf das nächste Level: einfache Konfiguration, volle MQTT-Steuerung, schnelle Hardware-SPI-Ansteuerung und jede Menge Animationen. Durch die offene Architektur kannst du es leicht in bestehende Smart-Home-Setups einbinden und jederzeit erweitern.
Hast du einen Hisense-TV mit Vidaa-Betriebssystem? Und hast du dir auch schon mal gedacht: „Warum zur Hölle kann ich das Ding nicht einfach per MQTT steuern wie ein anständiges Smart-Home-Gerät?!“ Willkommen im Club. Doch nach Wochen voller Sackgassen, verschlüsselten Geheimnissen und mysteriösen Ports habe ich es geschafft – und du kannst es jetzt auch. Mit „Hisense MQTT“ steuerst du deinen Fernseher wie ein echter Nerd. Lokal. Sicher. Und komplett ohne Cloud.
⚠️ Spoiler: Es ist ein Ritt durch verschlüsselte MQTT-Server, zertifikatsgeschützte Verbindungen und Bash-Magie. Aber hey – das ist Prokrastinerd.de, nicht Mama’s Plug & Play Blog.
Schritt 1: Teste alles mit dem MQTT Explorer
Dein Fernseher muss für die Einrichtung an sein, eine feste IP-Adresse haben und Wake on LAN (WoL) muss aktiviert sein
Bevor du dir die Finger im Terminal wund tippst, teste, ob dein Fernseher überhaupt auf MQTT hört. Verwende dafür MQTT Explorer.
Wenn der Explorer sich verbindet, dann sende das folgende Topic (HomeAssistant kannst du austauschen, das ist deine zukünftige Client-ID für den Fernseher): /remoteapp/tv/ui_service/HomeAssistant/actions/gettvstate
Wenn das klappt, sollte dein Fernseher eine Pin anzeigen. Dann direkt folgendes Topic senden: /remoteapp/tv/ui_service/HomeAssistant/actions/authenticationcode
Payload: {"authNum": 1234}
Hat das geklappt? Glückwunsch. Dein TV kann MQTT.
Schritt 2: Debian LXC vorbereiten (alternativ einen Linux-Server oder Raspberry Pi)
Richte dir einen LXC-Container mit Debian 12 ein, z. B. in Proxmox. Gib ihm eine feste IP (Wir verwenden hier 192.168.0.84).
Dann brauchen wir Zugriff um die Zertifikate hochladen zu können. Also:
nano /etc/ssh/sshd_config
Ergänze oder ändere:
PermitRootLogin yes
(Du kannst das nach dem Hochladen der Zertifikat-Dateien wieder auf „no“ setzen.)
🧠 Was ist venv? venv steht für „virtual environment“. Es erstellt ein isoliertes Python-Umfeld, sodass deine installierten Pakete (wie paho-mqtt) nicht mit dem System-Python oder anderen Projekten kollidieren. Nerds nennen es „sauberes Python“.
Ist dein Fernseher jetzt lautlos? Super, dann hat alles geklappt!
Schritt 4: Komfortabler Zugriff per Bash
Bevor du dich fragst, warum dein Fernseher auf alle MQTT-Kommandos brav reagiert – aber nicht von allein angeht: Das liegt daran, dass Power On per MQTT nicht vorgesehen ist. Der Fernseher schläft im Deep Sleep – MQTT? Hört er nicht mehr. Lösung: Du musst ihn via Wake-on-LAN (WoL) aus dem Dornröschenschlaf wecken.
Alternativ: sudo -u iobroker ssh-keygen & ssh-copy-id für User „iobroker“. Dies war in meinem Fall nötig, damit die Node-RED, Blockly usw. den Befehl senden konnten.
Alternativen & Empfehlungen
Falls dir das Ganze zu nerdig ist – oder du einfach ein Backup willst, wenn der MQTT-Weg mal wieder zickt – hier zwei Optionen mit Sternchen:
🛒 Hisense Fernseher mit Vidaa gibt’s z. B. hier bei Amazon(bezahlter Link)
🛒 Zigbee-Infrarot-Bridge – die kann klassische IR-Fernbedienungen ersetzen und lässt sich mit ioBroker oder Zigbee2MQTT kombinieren. hier bei Amazon(bezahlter Link)
MQTT-Tastenbefehle für den Hisense TV
Wenn dein Fernseher erfolgreich gekoppelt wurde, kannst du über das folgende Topic Tasteneingaben senden:
Es ist kein Plug & Play – aber dafür ist es nerdy, offline, lokal und genial. Mit ein bisschen Zertifikatsakrobatik und Bash-Bastelei kannst du deinem Fernseher endlich Manieren beibringen – ganz ohne Cloud, App oder offizielle API. Hisense per MQTT steuern ist nicht nur ein Befehl, sondern eine Lebenseinstellung. 😎
📎 Noch Fragen, Feedback oder eigene Hacks? Schreib mir oder poste auf nerdculture.de/@GrayTheZebra – oder natürlich in den Kommentaren!
In vielen Smart-Home-Setups sind Shelly-Geräte per ioBroker, Home Assistant oder über die Shelly Cloud vernetzt. Was aber viele nicht wissen: Shellys können direkt miteinander kommunizieren – ohne Cloud, ohne Zentrale, rein lokal. Das nennt sich Shelly Direktverknüpfung und ermöglicht schnelle, zuverlässige Automationen.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du zwei Shelly-Geräte direkt miteinander verknüpfst. Bei einem Tasterdruck auf Gerät A wird ein Ausgang auf Gerät B umgeschaltet. Einfach, elegant und ganz ohne Zusatzsoftware.
Was ist eine Shelly Direktverknüpfung?
Eine Shelly Direktverknüpfung ist eine lokale Automation zwischen zwei oder mehr Shelly-Geräten, die direkt über HTTP oder MQTT kommunizieren – ohne Cloud, Server oder Smart-Home-Zentrale. Das Ganze funktioniert mithilfe von Shelly Skripten (basierend auf JavaScript).
Im Vergleich zu klassischen Smart-Home-Systemen wie KNX ist Shelly:
System
Vorteile
Nachteile
Shelly
Einfach konfigurierbar, kostengünstig, flexibel
Weniger Echtzeitfähig, abhängig vom WLAN
KNX
Stabil, normiert, kabelgebunden, extrem zuverlässig
Tipp: Eine gute Einführung zu KNX gibt’s z. B. bei Wikipedia
Voraussetzungen
2x Shelly-Geräte mit Skriptunterstützung (z. B. Shelly Plus, Pro oder Gen2-Modelle wie Shelly 1PM, 2PM etc.) – z. B. Shelly 2PM bei Amazon(bezahlter Link)
Beide Geräte im selben lokalen Netzwerk
Statische IPs empfohlen (z. B. 192.168.1.10 und 192.168.1.11)
Auf dem „Sender“ muss ein Taster konfiguriert sein
Hinweis: Der Detached-Modus ist empfohlen, damit das Skript die volle Kontrolle über das Relaisverhalten hat. Alternativ können auch Modi wie „Toggle“ oder „Edge“ verwendet werden – dabei wird das lokale Relais jedoch zusätzlich zum Skript ausgelöst, was je nach Anwendungsfall erwünscht oder störend sein kann. (Input im Detached-Modus)
Das Beispiel: Taster schaltet Relais
Ziel:
Ein Taster an Shelly A (Input 0) soll den zweiten Ausgang von Shelly B toggeln (also ein-/ausschalten).
Schritt 1: Taster richtig konfigurieren
Auf dem Shelly A:
Gehe zu Inputs → Input 0
Modus: Detached
Button type: Momentary
Schritt 2: Script einfügen
Navigiere auf die Weboberfläche vom Shelly A zu Scripts → Add new script. Gib dem Script einen Namen, z. B. toggle_remote_output, und füge folgenden Code ein:
Mit dem Shelly Add-On(bezahlter Link) und einem DS18B20-Temperatursensor lassen sich einfache Klima-Automatiken realisieren:
Ziel:
Wenn die Temperatur über 26 °C steigt, wird der Lüfter (an einem Shelly Plug oder Relais) eingeschaltet. Sinkt sie unter 24 °C, geht er wieder aus.
Shelly Script:
Timer.setInterval(10000, function () {
let temp = Shelly.getComponentStatus("temperature:0").tC;
if (temp > 26) {
Shelly.call("HTTP.GET", { url: "http://192.168.1.11/rpc/Switch.Set?id=0&on=true" });
} else if (temp < 24) {
Shelly.call("HTTP.GET", { url: "http://192.168.1.11/rpc/Switch.Set?id=0&on=false" });
}
});
Hinweis: Der Temperatursensor muss korrekt unter „Temperature → temperature:0“ erkannt werden.
Alternativen zur Shelly Direktverknüpfung
Wenn du lieber komplexe Logiken, Logging oder Visualisierung brauchst:
System
Vorteile
Nachteile
ioBroker
Extrem flexibel, viele Adapter, Visualisierung
Komplexer Einstieg, mehr Wartung
Home Assistant
Benutzerfreundlich, große Community
Hardware nötig, YAML-Konfiguration
MQTT-only
Schneller, leichtgewichtig
Kein Frontend, alles manuell
Trotzdem: Für einfache Aufgaben wie Taster → Relais ist Shelly Direktverknüpfung oft die einfachste und robusteste Lösung.
Fazit
Die Shelly Direktverknüpfung ist eine schlanke, direkte Methode, um Geräte lokal miteinander zu vernetzen. Ohne Cloud, ohne Zentrale – aber mit voller Kontrolle. Ideal für alle, die ihr Smart Home einfach und lokal betreiben wollen.
Weitere Beispiele wie Long-Press-Szenen usw. folgen im nächsten Teil. Wenn du spezielle Anwendungsfälle oder Wunsch-Skripte hast, schreib sie gern in die Kommentare – ich greife sie gern in zukünftigen Beiträgen auf.
Das Smart Home boomt – aber mit welchem Übertragungsprotokoll? Zigbee, Z-Wave, WLAN oder Matter: Jedes hat seine Stärken und Schwächen. Wer ein zuverlässiges, sicheres und zukunftssicheres Smart Home aufbauen möchte, sollte wissen, worauf er sich einlässt.
Zigbee – Der Platzhirsch im Smart Home
Zigbee ist eines der am weitesten verbreiteten Funkprotokolle für Smart-Home-Geräte. Es arbeitet im 2,4-GHz-ISM-Band, ähnlich wie WLAN und Bluetooth, und nutzt ein Mesh-Netzwerk: Netzstrombetriebene Geräte (z. B. Steckdosen) fungieren als Repeater, wodurch das Netz mit jedem neuen Gerät stabiler wird.
✅ Vorteile
Stabiles Mesh-Netzwerk: Je mehr Geräte, desto besser die Reichweite.
Sehr energieeffizient: Perfekt für batteriebetriebene Sensoren (Temperatur, Fensterkontakte).
Lokale Steuerung möglich: Mit Gateways wie Zigbee2MQTT völlig ohne Cloud.
❌ Nachteile
Kanalüberschneidungen mit WLAN: Zigbee nutzt Kanäle von 11 bis 26, die sich mit WLAN (2,4 GHz) überschneiden.
WLAN-Kanal 1 überlappt stark mit Zigbee-Kanal 11–15
WLAN-Kanal 6 überlappt mit Zigbee 16–20
WLAN-Kanal 11 überlappt mit Zigbee 21–24 → Lösung: Zigbee am besten auf Kanal 25 oder 26 setzen (weniger Störungen, aber kürzere Reichweite) und WLAN auf Kanal 1 oder 6 fixieren.
Viele Implementierungen: Tuya, Ikea, Hue – nicht immer voll kompatibel.
Gateway nötig: Ohne Zigbee-Bridge oder Stick geht es nicht.
📌 Tipp: Ein Sonoff Zigbee 3.0 USB Stick(bezahlter Link) in Kombination mit Zigbee2MQTT oder Home Assistant ist eine günstige und flexible Lösung.
Z-Wave – Der Profi für stabile Installationen
Z-Wave ist das Premium-Protokoll für smarte Gebäude. Es funkt im sub-GHz-Band (868 MHz in Europa), wodurch es kaum von WLAN, Zigbee oder Bluetooth gestört wird. Der Fokus liegt auf Zuverlässigkeit und Kompatibilität – ideal für eine dauerhafte Hausinstallation.
✅ Vorteile
Kaum Störungen: 868 MHz ist fast ungenutzt, dadurch sehr stabile Funkverbindungen – auch durch dicke Wände.
Profi-Mesh: Jeder netzbetriebene Aktor fungiert als Repeater. Mit 5–10 Aktoren hast du ein extrem stabiles Netz.
Strenge Zertifizierung: Geräte sind fast immer untereinander kompatibel – anders als bei Zigbee, wo Hersteller oft eigene Lösungen kochen.
Lokale Steuerung ohne Cloud: Z-Wave ist von Haus aus lokal, keine Server in China nötig.
Sinnvoll bei fest verbauten Aktoren: Vor allem bei Hutschienen-Aktoren oder Unterputzmodulen, die jahrelang zuverlässig laufen müssen.
❌ Nachteile
Teurer: Ein Z-Wave-Aktor kostet oft 2–3× mehr als ein Zigbee-Pendant.
Weniger Gerätevielfalt: Gerade bei günstigen Sensoren hinkt Z-Wave hinterher.
Langsamere Datenrate: Für Sensoren ideal, aber nicht für Video- oder Audioübertragung.
Gateway nötig: Auch Z-Wave braucht einen Stick oder Hub (z. B. Aeotec Z-Stick 7(bezahlter Link)).
Shelly und Z-Wave – warum das Sinn macht
Shelly war bisher vor allem für WLAN-Relais bekannt, doch es gibt inzwischen Z-Wave-Modelle, und die machen gerade bei Hutschienen-Aktoren extrem Sinn:
Hohe Zuverlässigkeit: Ein Shelly Pro 1PM auf WLAN kann bei WLAN-Ausfällen Probleme machen, während ein Shelly Qubino Wave 1 über Z-Wave unabhängig vom Heimnetz stabil weiterarbeitet.
Kein WLAN-Gefrickel: In Schaltschränken ist der WLAN-Empfang oft schlecht – Z-Wave hat dank 868 MHz eine deutlich bessere Reichweite.
Ideal für sicherheitsrelevante Funktionen: Heizungssteuerung, Pumpen oder smarte Rollläden profitieren von der garantierten lokalen Z-Wave-Kommunikation.
Einfache Integration: Shelly Z-Wave-Geräte funktionieren problemlos in Z-Wave-Hubs wie Home Assistant, ioBroker oder Fibaro.
👉 Beispiel: Shelly Wave Pro 1PM(bezahlter Link) – ideal für Hutschienenmontage.
WLAN – Einfach, aber nicht immer smart
Viele günstige Geräte (z. B. Shelly-Relais(bezahlter Link) oder Tasmota-Module) setzen auf klassisches WLAN. Der Vorteil: Du brauchst kein zusätzliches Gateway.
✅ Vorteile
Keine zusätzliche Hardware: Direkt mit dem Router verbunden.
Hohe Bandbreite: Perfekt für Kameras oder Video-Türklingeln.
Viele DIY-Möglichkeiten: ESP8266/ESP32-basierte Module sind günstig und flashbar.
❌ Nachteile
Hoher Energieverbrauch: Batteriebetriebene Sensoren sind mit WLAN keine gute Idee.
Belastet dein Heimnetz: Viele WLAN-Geräte können billige Router an ihre Grenzen bringen.
Cloud-Pflicht bei Billig-Geräten: Viele günstige Hersteller speichern Daten in der Cloud – ein Risiko für Datenschutz und Stabilität.
Matter – Kein eigenes Funkprotokoll, aber der Zukunfts-Standard
Matter wird oft missverstanden: Es ist kein Funkprotokoll wie Zigbee oder Z-Wave, sondern ein gemeinsamer Applikations-Layer für Smart-Home-Geräte. Es läuft über bestehende Übertragungswege wie WLAN, Ethernet oder Thread (eine Zigbee-ähnliche Mesh-Technik).
✅ Vorteile
Herstellerübergreifend: Google, Apple, Amazon, Philips – alle ziehen (theoretisch) an einem Strang.
Lokale Steuerung: Matter setzt auf lokale Kommunikation statt auf Cloud-Zwang.
Zukunftssicher: Updates und Zertifizierungen sollen langfristig für stabile Kompatibilität sorgen.
❌ Nachteile
Noch jung: Viele Geräte sind noch buggy oder benötigen Firmware-Updates.
Nicht alles wird Matter: Alte Zigbee- und Z-Wave-Geräte lassen sich nur über Bridges einbinden.
Thread-Hardware nötig: Matter über Thread braucht neue Chips.
KNX und Loxone – Die Königsdisziplin für fest installierte Smart Homes
Wer sein Smart Home nicht nur nachrüsten, sondern professionell und dauerhaft installieren möchte, kommt an KNX und Loxone kaum vorbei. Beide Systeme setzen nicht auf Funk, sondern auf drahtgebundene Bus-Systeme – ideal für Neubauten oder größere Sanierungen.
✅ Vorteile
Maximale Zuverlässigkeit: Kabelgebundene Bus-Systeme sind immun gegen Funkstörungen.
Sehr lange Lebensdauer: KNX gilt als Industriestandard und läuft oft jahrzehntelang stabil.
Unabhängig vom Internet: Keine Cloud, keine Ausfälle durch Router-Probleme.
Unendliche Erweiterbarkeit: Besonders KNX ist extrem modular und unterstützt hunderte Hersteller.
❌ Nachteile
Teuer und komplex: Sowohl KNX als auch Loxone sind nichts für „Plug & Play“.
Planung notwendig: Perfekt für Neubauten, aber im Altbau oft aufwendig.
Weniger Bastelspaß: KNX ist hochstandardisiert, Loxone stark an eigene Hardware gebunden.
KNX oder Loxone?
KNX ist der offene Industriestandard mit enormer Gerätevielfalt und langer Historie.
Loxone ist eher ein komplettes System aus einer Hand, leichter zu konfigurieren, aber weniger flexibel.
👉 Wer ernsthaft baut oder saniert, sollte überlegen, eine KNX-Busleitung vorzusehen – selbst wenn sie erst Jahre später genutzt wird.
Fazit: Welches Protokoll passt zu dir?
Viele günstige Sensoren und Bastelprojekte? → Zigbee.
Stabile Profi-Installationen (z. B. Hutschiene, Rollläden)? → Z-Wave, vor allem mit Shelly-Qubino-Aktoren.
Einfaches Basteln ohne Gateway? → WLAN (aber am besten lokal mit MQTT).
Zukunftssicher und herstellerübergreifend? → Matter.
Am Ende gibt es kein „One fits all“. Die meisten Smart Homes sind Mischsysteme: Zigbee oder Z-Wave für Sensoren, WLAN für komplexe Geräte, Matter für neue Anschaffungen, KNX/Loxone für Neubauprojekte. Die eigentliche Magie entsteht aber erst durch Smart-Home-Zentralen wie ioBroker oder Home Assistant. Diese Systeme fungieren als Brücke zwischen den Protokollen und ermöglichen es, Zigbee-Lampen, Z-Wave-Rollläden, WLAN-Kameras und sogar KNX-Aktoren in einem einzigen Automatisierungssystem zu vereinen – inklusive komplexer Regeln, Dashboards und Cloud-freier Steuerung.