MIDI Controller einlernen, testen und als JSON für eigene Tools nutzen – NerdyMidiMapper

Drachenfigur Ziraphia an leuchtenden MIDI-Controllern beim MIDI Controller einlernen mit dem NerdyMidiMapper

Der NerdyMidiMapper ist ein lokales Windows‑Tool zum MIDI Controller einlernen. Ziel ist es, physische Controls wie Buttons, Encoder, Fader, LEDs und sogar Motorfader sauber zu erkennen, zu benennen und als strukturierte JSON‑Datei zu speichern – damit sie später automatisiert verwendet werden können.

Der ursprüngliche Zweck: die perfekte Vorstufe für das kommende Projekt NerdyMidiActions. Gleichzeitig ist der NerdyMidiMapper aber bewusst so offen gebaut, dass du die erzeugten Mappings auch direkt in eigenen Tools, Skripten oder Automationen weiterverwenden kannst.

Alles läuft komplett lokal auf deinem PC, ohne Cloud, ohne Internet, ohne DAW‑Zwang.

NerdyMidiMapper Browseroberfläche mit MIDI-Lernmodus, LED-Test und Mapping-Tabelle

Wofür eignet sich der NerdyMidiMapper?

Der NerdyMidiMapper ist kein klassischer MIDI‑Mapper für DAWs. Er ist ein Lern‑ und Testwerkzeug, das eine saubere technische Grundlage schafft, um MIDI‑Hardware programmatisch weiterzuverwenden.

Die Kernidee lautet:

Erst einlernen → strukturiert speichern → später automatisiert nutzen.

Typische Anwendungsfälle:

  • Vorbereitung für NerdyMidiActions (kommt demnächst)
  • Eigene Python‑, C#‑ oder Node‑Tools mit MIDI‑Eingaben
  • Smart‑Home‑Trigger über MIDI
  • StreamDeck‑ähnliche Setups mit echter Hardware
  • Analyse unbekannter oder schlecht dokumentierter Controller

Was kann das Tool konkret?

Der NerdyMidiMapper erkennt eingehende MIDI‑Events und ordnet sie im Lernmodus einem logischen Namen zu. Dabei werden folgende Control‑Typen unterstützt:

  • Buttons
  • Encoder
  • Fader
  • JogWheels
  • LEDs
  • Motorfader

Zusätzlich lassen sich LED‑Feedbacks testen und Motorfader gezielt anfahren, um Wertebereiche, Velocity und Verhalten sauber zu überprüfen.

Die Ergebnisse werden automatisch als controls.json gespeichert – eine einfache, stabile Austauschbasis für spätere Automationen.


LED‑ & Motorfader‑Test direkt im Tool

Ein zentraler Bestandteil des NerdyMidiMapper ist der aktive Feedback‑Test:

  • LEDs lassen sich direkt aus der Oberfläche an‑ und ausschalten
  • Velocity‑Scans helfen beim Finden optimaler Helligkeitsstufen
  • Motorfader können gezielt auf absolute Werte gefahren werden

Damit ist das Tool nicht nur zum Einlernen geeignet, sondern auch perfekt zur Funktionsprüfung von MIDI‑Hardware – besonders hilfreich bei gebrauchten Controllern.


JSON‑Format – bewusst einfach gehalten

Jedes eingelernte Control landet als eigener Eintrag in der Datei controls.json:

{
  "DeviceKey": "X-Touch",
  "DeviceMatch": "X-TOUCH",
  "MidiType": "Note",
  "Channel": 1,
  "Number": 32,
  "ControlType": "Button",
  "LogicalName": "Play"
}

Dieses Format ist bewusst flach, stabil und sprachunabhängig gehalten, damit es problemlos in beliebigen Programmiersprachen weiterverarbeitet werden kann.


Für welche Hardware eignet sich der NerdyMidiMapper?

Grundsätzlich funktioniert der NerdyMidiMapper mit allen MIDI‑Controllern, die über Windows als MIDI‑Device erkannt werden – unabhängig vom Hersteller.

Besonders praktisch ist er z. B. für:

Der große Vorteil: Auch exotische oder ältere Controller lassen sich vollständig durchleuchten und dokumentieren.


Installation & Start

Für Endnutzer gibt es eine fertige Windows‑EXE, die keinerlei Python‑Installation benötigt:

  • Download als Ein‑Datei‑EXE über GitHub Releases
  • Start per Doppelklick
  • Die Weboberfläche öffnet sich automatisch unter:
http://127.0.0.1:5000

Die Datei controls.json wird automatisch im Programmverzeichnis angelegt.


Warum das Ganze die perfekte Vorstufe für NerdyMidiActions ist

Der NerdyMidiMapper ist bewusst als reine Lern‑ und Testschicht konzipiert. Er erzeugt saubere, reproduzierbare Mappings – ohne bereits Aktionen auszulösen.

Genau hier setzt das kommende Projekt an:

NerdyMidiActions wird diese JSON‑Mappings direkt einlesen und daraus echte Aktionen machen – z. B.:

  • Programme starten
  • Fenster verschieben
  • Smart‑Home‑Aktionen auslösen
  • OBS‑Szenen wechseln
  • eigene Skripte feuern

Der Mapper ist also das Fundament, auf dem spätere MIDI‑Automation sauber aufbauen kann.


Download & Quellcode

Die Windows‑Version ist als Ein‑Datei‑EXE (onefile) gebaut – keine Installation notwendig.


Fazit

Der NerdyMidiMapper ist kein klassisches Musiker‑Tool, sondern ein technisches Brückenwerkzeug:

  • Er macht MIDI‑Hardware maschinenlesbar
  • Er trennt Lern‑Phase und Aktions‑Phase sauber
  • Er bildet die Basis für zukünftige MIDI‑Automationen

Ob du ihn nur zur Dokumentation deiner Controller nutzt oder später tief in NerdyMidiActions integrierst – der Mapper sorgt dafür, dass dein MIDI‑Setup endlich strukturiert, reproduzierbar und automatisierbar wird.


🧪 Nächster Schritt:
Der passende Aktions‑Layer ist bereits in Arbeit. Mehr dazu bald hier auf prokrastinerd.de unter dem Namen NerdyMidiActions.

MIDI Controller als Stream Deck – Werkbank-Teaser zum NerdyMidiMapper

Zeraphys als digitaler Wächter neben einem X-Touch One MIDI-Controller mit Darstellung des NerdyMidiMapper Datenflusses

Heute kein klassischer Artikel – stattdessen ein Blick direkt auf die Werkbank.

Der NerdyMidiMapper entsteht gerade live zwischen Code, Controllern, leuchtenden Pads und einer guten Portion „Warum geht das eigentlich nicht einfacher?“.

Die Grundidee lässt sich in einem Satz zusammenfassen:
Ein MIDI Controller (bezahlter Link) als Stream Deck (bezahlter Link) – nur offener, flexibler und ohne Cloud.

MIDI rein, Windows-Aktionen raus – und visuelles Feedback wieder zurück auf den Controller. Taster, Fader, LEDs, Displays. Alles darf miteinander sprechen, ohne Spezialtreiber, ohne Zwang, ohne Abos.

Noch ist das Projekt roh. Noch ist vieles provisorisch. Aber die ersten Controller reagieren bereits – und genau das macht diese Phase so spannend.


Was der NerdyMidiMapper als „Stream Deck mit MIDI“ leisten soll

  • MIDI-Controller frei auf Windows-Funktionen mappen
  • Rückmeldung von Software an LEDs, Pads und Displays
  • Mehrere Controller gleichzeitig verwalten
  • Profile für unterschiedliche Anwendungen (Desktop, DAW, Video, Tools)
  • Komplett lokal – keine Cloud, keine Accounts

Das Ziel ist kein weiteres Bastelspielzeug, sondern eine echte Stream-Deck-Alternative auf MIDI-Basis für alle, die mehr Kontrolle wollen als fertige Ökosysteme bieten.


Behringer X-Touch One mit grün beleuchtetem Display und der Anzeige ‚Neuer Beitrag‘ als Teaser für den NerdyMidiMapper

Aktueller Stand

  • Grundlegende MIDI-Erkennung funktioniert
  • Erste Tests mit LED‑Rückkanälen laufen
  • Logik für Mappings wird gerade entworfen
  • GUI befindet sich im Aufbau

Vieles davon ist aktuell noch Drahtmodell statt Hochglanzprodukt – aber genau hier beginnt die eigentliche Geschichte eines Tools.


Wie es weitergeht

Dieser Teaser markiert bewusst nur den Anfang. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wie gut sich ein MIDI Controller als Stream Deck im Alltag schlagen kann – mit echten Anwendungen, echten Controllern und echten Problemfällen.

Der nächste ausführliche Artikel wird tief ins Eingemachte gehen: Architektur, MIDI-Flows, Rückkanäle, Windows-Events, Fallstricke und die typischen „Warum tut das jetzt DAS?“-Momente.

Bis dahin gilt: Die Werkbank bleibt offen – und der NerdyMidiMapper wächst Schritt für Schritt in seine Rolle als offene Stream‑Deck‑Alternative hinein.


Noch mehr Projekte findest du z.B. in meinem Artikel „Nerd-Display – die MQTT LED Matrix für’s Smart Home“.