VGA, DVI, HDMI, DP und jetzt GPMI?

Zebra-Avatar ratlos im Kabelsalat mit HDMI-, USB-C- und DisplayPort-Steckern vor einem Regal voller Kabel

Ein nostalgischer Kabel-Trip

Erinnert ihr euch noch an das VGA, wie es wild seine Adern um Monitore und Rechner versponnen hat? Dann kam DVI, und schließlich HDMI mit dem verheißungsvollen Ein-Kabel-Zauber. Jetzt steht GPMI in der Tür – ob das der nächste Kabel-Messias ist oder nur ein weiterer Stecker-Streich, klären wir jetzt.


Kommt nach USB das nächste, oder nur ein weiterer Anschluss?

  • Was ist GPMI?
    GPMI steht für General Purpose Media Interface – neuester Spross eines Kabelstandards, entwickelt von der Shenzhen 8K UHD Video Industry Cooperation Alliance (SUCA) mit über 50 chinesischen Tech­Giganten wie Huawei, Hisense, TCL, Skyworth usw. (Wikipedia)
  • Ziel:
    Ein Kabel, das ALLES kann: Bild, Ton, Daten, Strom, Netzwerk und Steuerbefehle (CEC-Style) – meinetwegen auch Kaffee, aber das steht noch nicht im Whitepaper.
  • Versionen:
    • Typ-C – USB-C kompatibel, bis zu 96 Gbps und 240 W Power.
    • Typ-B – eigener Stecker, fette 192 Gbps, 480 W Power.

👉 Wer jetzt denkt „Das ist doch Sci-Fi“, dem sei gesagt: technisch machbar, aber noch Zukunftsmusik. Für den Endkunden heißt es erstmal: abwarten und Tee trinken – oder bei Bedarf auf ein hochwertiges HDMI 2.1 Kabel (bezahlter Link) zurückgreifen.


Stirbt HDMI aus – und was ist mit DisplayPort?

  • HDMI heute:
    Aktuell etabliert – aber stromlos. HDMI 2.1 liefert bis zu 48 Gbps (Frl-Mode), aber Power? Fehlanzeige. (AVNirvana)
  • DisplayPort 2.1:
    Bis zu 80 Gbps, aber ebenfalls ohne Power-Lieferung über das Kabel. (VCom Blog)
  • Und GPMI?
    Doppelt so viel Speed wie DP, plus hochwertige Energieversorgung (240 W bzw. 480 W) – in einem Anschluss!

👉 Wer also in nächster Zeit Gaming-Monitor oder Notebook sucht, ist mit USB-C Dockingstationen (bezahlter Link) weiterhin bestens bedient – GPMI kommt frühestens in den nächsten Jahren.

  • Fazit:
    Ob HDMI stirbt? Na ja, das wäre markttechnisch wie Elvis zweimal zur Bühne zurückholen – schwer zu toppen. Aber GPMI könnte speziell in China bald richtig hip werden – DisplayPort wird’s wehtun, aber ein weltweites Aus? Eher unwahrscheinlich.

Hat GPMI eine Chance, und was bedeutet das für dich und mich?

  • Chinas Roadmap vs. Global Reality:
    Der Standard ist offiziell (seit April 2025) angekündigt, das USB-IF hat sogar ein SVID (0xFF10) vergeben. (AVNetwork Editorial)
    Große Player wie LG, Samsung, Sony sind zwar nicht in der Allianz – und bleiben womöglich externe Profiteure oder schlicht draußen.
  • Endkunden-Vorteile (theoretisch):
    • Ein Kabel für alles – Bye-bye Kabelsalat.
    • Mehr Power – 240 W oder 480 W? Läuft. Ideal für Gaming-Laptops, große Displays oder All-in-One-Stationen. (Tom’s Hardware)
    • (Wenn wir Träume weiterdenken…) Netzwerk-Integration, Steuerung, schnellere Authentifizierung, Mesh-Verbindungen – ja, eine schöne Vision.

👉 Praktisch heißt das: Wer heute zukunftssicher sein will, investiert lieber in gute USB-C Monitorkabel (bezahlter Link), als auf GPMI zu warten.

  • Aber…
    • Ohne breite Industrie-Adoption (außerhalb China) bleiben diese Features vorerst Zukunftsmusik.
    • Technikfans auf Reddit zeigen sich vorsichtig: 480 W durch einen dünnen Kabelstecker klingt heiß – im wahrsten Sinn.

Wrap-Up – einfach locker, aber klar

Kabel-Revolution oder Schrauben-Lotto?
GPMI ist ein spannendes, technisch beeindruckendes Konzept, das HDMI, USB-C, DisplayPort, Power Delivery und Co. unter einem Dach vereint. Die Specs lesen sich wie Zukunftsmusik: bis zu 192 Gbps, bis 480 W, Netzwerk- und Steuerung dabei. Aber wir sind noch im frühen Kapitel – bislang vor allem China-Fokus, große internationale Marken fehlen noch auf der Mitmach-Liste.
Für den Endkunden? Weniger Kabel, mehr Power, flexiblere Monitore – wenn’s denn kommt. Bis dahin bleibt’s ein spannender Blick in mögliche Kabel-Zukünfte.


Fazit – mit Augenzwinkern

GPMI klingt wie das Schweizer Taschenmesser unter den Kabeln – und hey, ein bisschen optimistisches Kabel-Future-Daydreaming kann ja nicht schaden. Bleibt wachsam, entspannt euch mit einem guten Kaffee – und lasst uns beobachten, ob GPMI irgendwann unseren Kabelschrank wirklich ein-kabeln wird.

WAP hingegen ist schon lange vergangen. In meinem Artikel „WAP – Das Internet auf dem Nokia 3310: Webseiten wie Kassenzettel“ erfährst du, warum es nie ein Erfolg wurde.