Der NerdyMidiMapper ist ein lokales Windows‑Tool zum MIDI Controller einlernen. Ziel ist es, physische Controls wie Buttons, Encoder, Fader, LEDs und sogar Motorfader sauber zu erkennen, zu benennen und als strukturierte JSON‑Datei zu speichern – damit sie später automatisiert verwendet werden können.
Der ursprüngliche Zweck: die perfekte Vorstufe für das kommende Projekt NerdyMidiActions. Gleichzeitig ist der NerdyMidiMapper aber bewusst so offen gebaut, dass du die erzeugten Mappings auch direkt in eigenen Tools, Skripten oder Automationen weiterverwenden kannst.
Alles läuft komplett lokal auf deinem PC, ohne Cloud, ohne Internet, ohne DAW‑Zwang.
Wofür eignet sich der NerdyMidiMapper?
Der NerdyMidiMapper ist kein klassischer MIDI‑Mapper für DAWs. Er ist ein Lern‑ und Testwerkzeug, das eine saubere technische Grundlage schafft, um MIDI‑Hardware programmatisch weiterzuverwenden.
Die Kernidee lautet:
Erst einlernen → strukturiert speichern → später automatisiert nutzen.
Typische Anwendungsfälle:
Vorbereitung für NerdyMidiActions (kommt demnächst)
Eigene Python‑, C#‑ oder Node‑Tools mit MIDI‑Eingaben
Smart‑Home‑Trigger über MIDI
StreamDeck‑ähnliche Setups mit echter Hardware
Analyse unbekannter oder schlecht dokumentierter Controller
Was kann das Tool konkret?
Der NerdyMidiMapper erkennt eingehende MIDI‑Events und ordnet sie im Lernmodus einem logischen Namen zu. Dabei werden folgende Control‑Typen unterstützt:
Buttons
Encoder
Fader
JogWheels
LEDs
Motorfader
Zusätzlich lassen sich LED‑Feedbacks testen und Motorfader gezielt anfahren, um Wertebereiche, Velocity und Verhalten sauber zu überprüfen.
Die Ergebnisse werden automatisch als controls.json gespeichert – eine einfache, stabile Austauschbasis für spätere Automationen.
LED‑ & Motorfader‑Test direkt im Tool
Ein zentraler Bestandteil des NerdyMidiMapper ist der aktive Feedback‑Test:
LEDs lassen sich direkt aus der Oberfläche an‑ und ausschalten
Velocity‑Scans helfen beim Finden optimaler Helligkeitsstufen
Motorfader können gezielt auf absolute Werte gefahren werden
Damit ist das Tool nicht nur zum Einlernen geeignet, sondern auch perfekt zur Funktionsprüfung von MIDI‑Hardware – besonders hilfreich bei gebrauchten Controllern.
JSON‑Format – bewusst einfach gehalten
Jedes eingelernte Control landet als eigener Eintrag in der Datei controls.json:
Dieses Format ist bewusst flach, stabil und sprachunabhängig gehalten, damit es problemlos in beliebigen Programmiersprachen weiterverarbeitet werden kann.
Für welche Hardware eignet sich der NerdyMidiMapper?
Grundsätzlich funktioniert der NerdyMidiMapper mit allen MIDI‑Controllern, die über Windows als MIDI‑Device erkannt werden – unabhängig vom Hersteller.
Der große Vorteil: Auch exotische oder ältere Controller lassen sich vollständig durchleuchten und dokumentieren.
Installation & Start
Für Endnutzer gibt es eine fertige Windows‑EXE, die keinerlei Python‑Installation benötigt:
Download als Ein‑Datei‑EXE über GitHub Releases
Start per Doppelklick
Die Weboberfläche öffnet sich automatisch unter:
http://127.0.0.1:5000
Die Datei controls.json wird automatisch im Programmverzeichnis angelegt.
Warum das Ganze die perfekte Vorstufe für NerdyMidiActions ist
Der NerdyMidiMapper ist bewusst als reine Lern‑ und Testschicht konzipiert. Er erzeugt saubere, reproduzierbare Mappings – ohne bereits Aktionen auszulösen.
Genau hier setzt das kommende Projekt an:
NerdyMidiActions wird diese JSON‑Mappings direkt einlesen und daraus echte Aktionen machen – z. B.:
Programme starten
Fenster verschieben
Smart‑Home‑Aktionen auslösen
OBS‑Szenen wechseln
eigene Skripte feuern
Der Mapper ist also das Fundament, auf dem spätere MIDI‑Automation sauber aufbauen kann.
Die Windows‑Version ist als Ein‑Datei‑EXE (onefile) gebaut – keine Installation notwendig.
Fazit
Der NerdyMidiMapper ist kein klassisches Musiker‑Tool, sondern ein technisches Brückenwerkzeug:
Er macht MIDI‑Hardware maschinenlesbar
Er trennt Lern‑Phase und Aktions‑Phase sauber
Er bildet die Basis für zukünftige MIDI‑Automationen
Ob du ihn nur zur Dokumentation deiner Controller nutzt oder später tief in NerdyMidiActions integrierst – der Mapper sorgt dafür, dass dein MIDI‑Setup endlich strukturiert, reproduzierbar und automatisierbar wird.
🧪 Nächster Schritt: Der passende Aktions‑Layer ist bereits in Arbeit. Mehr dazu bald hier auf prokrastinerd.de unter dem Namen NerdyMidiActions.
Manchmal stolpert man über Hardware, von der man nicht wusste, dass sie existiert – und noch weniger, dass man sie plötzlich dringend braucht. Dieser Beitrag ist genau so ein Fall und reiht sich ein in die Serie „Dinge, von denen ich nicht wusste, dass ich sie brauche“.
Alle PCIe‑Slots sind belegt. Der Kabelsalat wächst. Die Zahl der USB‑Geräte explodiert. Und irgendwo im Hintergrund wartet schon die nächste serielle Schnittstelle, die dringend angeschlossen werden will. Die klassische Nerd‑Frage also: Kann man einen einzelnen PCIe‑Slot vervielfältigen, ohne dass der Rechner in die Parallelwelt des BIOS‑Fegefeuers abbiegt?
Dieser Test ist genau das geworden, was er sein sollte: Ein ehrlicher Bastelversuch zwischen Elektrotechnik, leichtem Wahnsinn und der Hoffnung, dass PCIe am Ende doch toleranter ist als sein Ruf.
Getestet wurde nicht theoretisch, sondern mit echter Hardware, echten Risiken und echtem Stecker‑rein‑und‑hoffen‑auf‑POST‑Moment. Wer tiefer in die trockene Theorie eintauchen will, findet die offizielle technische Grundlage in der PCIe‑Spezifikation der PCI‑SIG – schwer verdaulich, aber elektronenrein.
– Yottamaster 7‑Port USB 3.0 Erweiterungskarte Sieben USB‑Ports auf einmal. Für Mäuse, Sticks, Programmer, Debug‑Adapter und alles, was sonst so im Labor herumliegt.
Als Testplattform diente ein modernes Desktop‑System im Open‑Case‑Betrieb – also ohne Gehäusewände als Schutzschild gegen elektrische Fehlentscheidungen.
Aufbau: Eine klassische PCIe‑1‑auf‑6‑Mining‑Riser‑Karte in Kombination mit einem PCIe‑Riser 16x‑auf‑1x mit USB‑Kabel und externer Stromversorgung. Genau so, wie es tausend Mining‑Rigs dieser Welt vormachen.
Ergebnis: – Die COM‑Karte wurde erkannt – Die USB‑Erweiterungskarte blieb unsichtbar
Interpretation: Die schlichte COM‑Karte durfte durch. Die USB‑Karte dagegen wurde vom System behandelt wie ein Geist im Maschinenraum: physisch vorhanden, logisch einfach ignoriert. Der Aufbau ist eindeutig für GPUs gedacht – nicht für komplexere PCIe‑Controller.
Fazit dieses Tests: Bootfähig, aber als ernsthafte Erweiterungslösung nicht zu gebrauchen.
Aufbau: Ein kompakter PCIe‑Multiplier, der aus einem einzigen x1‑Slot gleich vier neue x1‑Slots erzeugt. Klein, unscheinbar, keine blinkenden LEDs – verdächtig seriös.
Ergebnis: – COM‑Karte erkannt – USB‑Erweiterung erkannt – Datenübertragung auf USB‑Stick stabil und ohne Aussetzer
Interpretation: Der Multiplier verhielt sich so, als hätte das Mainboard plötzlich echte zusätzliche Slots spendiert bekommen. Keine Zickereien, keine Fehlermeldungen, keine spontanen Disconnect‑Orgien. So mag man das.
Aufbau: Optisch nahezu identisch zum YBBOTT‑Multiplier, allerdings mit klar benanntem ASM1184e PCIe‑Switch‑Chipsatz – also echter Technik statt Marketing‑Zauberformel.
Interpretation: Der ASM1184e tut exakt das, was ein PCIe‑Switch tun soll: Er schaltet. Leise, unauffällig, zuverlässig. Keine Überraschungen, keine Experimente – einfach funktionierende Infrastruktur.
Mix‑&‑Match‑Test – Wenn zwei Welten kollidieren
Ziel: Die YBBOTT‑Karte sieht im Open‑Case einfach besser aus. Der USB‑Anschluss ist jedoch ungünstig nach außen abgewinkelt. Die KALEA‑Karte führt ihren Anschluss sauber nach innen. Also lag der Gedanke nahe:
Ergebnis: – Der Rechner hängt bereits während der USB‑Initialisierung im BIOS
Erklärung (mit zwei plausiblen Ursachen):
Erste Arbeitshypothese: Die „USB‑Anschlüsse“ an Mining‑Risern sind keine echten USB‑Schnittstellen. Sie nutzen lediglich die Steckerform, um rohe PCIe‑Signale über ein günstiges Kabel zu schicken. Der KALEA‑Adapter hingegen arbeitet mit echtem USB‑Protokoll. Treffen diese Welten direkt aufeinander, endet das gerne im BIOS‑Freeze.
Zweite, inzwischen sehr wahrscheinliche Erklärung: Obwohl die Platinen optisch nahezu identisch aussehen, könnte intern schlicht eine andere Belegung der Adern (Pinout) verwendet werden. In diesem Fall würden völlig korrekte elektrische Signale schlicht auf den falschen Leitungen ankommen – ein idealer Zustand, um jedes Initialisierungsverfahren zuverlässig aus dem Tritt zu bringen.
Welche der beiden Ursachen konkret greift, lässt sich ohne Durchklingeln der Leiterbahnen nicht eindeutig sagen. Das Ergebnis bleibt jedoch dasselbe:
Die Karten sind mechanisch kompatibel, aber elektrisch offensichtlich nicht mix‑tauglich.
Merksatz für die Bastelkiste: Nur weil zwei Platinen gleich aussehen, müssen sie intern noch lange nicht gleich belegt sein.
Fazit
Der Test hat sehr klar gezeigt:
– Mining‑Riser sind für GPUs gebaut – nicht für saubere Port‑Erweiterung – Echte PCIe‑Multiplier mit Switch‑Chipsatz funktionieren stabil – Der ASM1184e‑Splitter von KALEA‑INFORMATIQUE(bezahlter Link) ist technisch sauber und alltagstauglich
Optisch ist die grüne Platine der KALEA‑Karte kein Design‑Highlight. Im Open‑Case wirkt sie wie ein Gruß aus der frühen 2000er‑Industrieelektronik. Doch manchmal muss man Prioritäten setzen:
Function over Form. Immer.
Für wen lohnt sich ein PCIe‑Splitter wirklich?
Ein PCIe‑Splitter ist ideal für:
– Homelabs mit zu wenigen Slots – Automation, Steuerungen, serielle Geräte – USB‑Overkill ohne zusätzliches Mainboard
Nicht ideal ist er für:
– GPUs – NVMe‑RAIDs – alles, was hohe Dauerbandbreite braucht
Schlusswort
Dieser Versuch gehört ganz klar in die Kategorie:
Dinge, von denen ich nicht wusste, dass ich sie brauche – bis ich sie hatte.
Ein funktionierender PCIe‑Splitter verwandelt einen scheinbar ausgereizten Rechner plötzlich wieder in eine vollwertige Bastel‑ und Erweiterungsplattform. Der ASM1184e‑Splitter bleibt dauerhaft im System. Die Mining‑Riser wandern zurück in die Bastelkiste – als optisch hübsche, technisch aber etwas chaotische Erinnerung daran, dass Elektronen keinen Humor haben, aber sehr wohl Prinzipien.
Hast du selbst schon absurde, unerwartet nützliche Technik gefunden? Dann schreib es in die Kommentare oder schick mir dein persönliches „Wusste‑nicht‑dass‑ich‑es‑brauche“-Gadget. Neue Folgen der Serie warten schon – und der Nerd‑Fundus hat bekanntlich kein Ende.
Heute kein klassischer Artikel – stattdessen ein Blick direkt auf die Werkbank.
Der NerdyMidiMapper entsteht gerade live zwischen Code, Controllern, leuchtenden Pads und einer guten Portion „Warum geht das eigentlich nicht einfacher?“.
Die Grundidee lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Ein MIDI Controller(bezahlter Link) als Stream Deck(bezahlter Link) – nur offener, flexibler und ohne Cloud.
MIDI rein, Windows-Aktionen raus – und visuelles Feedback wieder zurück auf den Controller. Taster, Fader, LEDs, Displays. Alles darf miteinander sprechen, ohne Spezialtreiber, ohne Zwang, ohne Abos.
Noch ist das Projekt roh. Noch ist vieles provisorisch. Aber die ersten Controller reagieren bereits – und genau das macht diese Phase so spannend.
Was der NerdyMidiMapper als „Stream Deck mit MIDI“ leisten soll
MIDI-Controller frei auf Windows-Funktionen mappen
Rückmeldung von Software an LEDs, Pads und Displays
Mehrere Controller gleichzeitig verwalten
Profile für unterschiedliche Anwendungen (Desktop, DAW, Video, Tools)
Komplett lokal – keine Cloud, keine Accounts
Das Ziel ist kein weiteres Bastelspielzeug, sondern eine echte Stream-Deck-Alternative auf MIDI-Basis für alle, die mehr Kontrolle wollen als fertige Ökosysteme bieten.
Aktueller Stand
Grundlegende MIDI-Erkennung funktioniert
Erste Tests mit LED‑Rückkanälen laufen
Logik für Mappings wird gerade entworfen
GUI befindet sich im Aufbau
Vieles davon ist aktuell noch Drahtmodell statt Hochglanzprodukt – aber genau hier beginnt die eigentliche Geschichte eines Tools.
Wie es weitergeht
Dieser Teaser markiert bewusst nur den Anfang. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wie gut sich ein MIDI Controller als Stream Deck im Alltag schlagen kann – mit echten Anwendungen, echten Controllern und echten Problemfällen.
Der nächste ausführliche Artikel wird tief ins Eingemachte gehen: Architektur, MIDI-Flows, Rückkanäle, Windows-Events, Fallstricke und die typischen „Warum tut das jetzt DAS?“-Momente.
Bis dahin gilt: Die Werkbank bleibt offen – und der NerdyMidiMapper wächst Schritt für Schritt in seine Rolle als offene Stream‑Deck‑Alternative hinein.
Willkommen zu einer Expedition in ein kaum erforschtes Biotop: die Welt der digitalen Spezies. In dieser humorvollen Tierdoku werden Nerd Begriffe erklärt – lebensecht, überspitzt und so anschaulich, als würde David Attenborough durch deinen Serverraum schleichen. Wie in einer klassischen Tierdokumentation folgen wir den wundersamen Kreaturen in ihren natürlichen Habitaten, beobachten ihr Verhalten aus sicherer Entfernung und notieren, was Wissenschaftler schon lange befürchten: Sie ähneln uns mehr, als uns lieb ist.
Der Nerd – Non-Event-Related-Deepdiver (wissenschaftlich diskutiert) – Ein scheues, hochspezialisiertes Wesen
Im Halbschatten eines Zimmers, erhellt nur von RGB-Licht und Monitorreflexen, entdecken wir den Nerd. Er bewegt sich leise, fast lautlos, und nur selten verlässt er sein Habitat freiwillig. Sein Jagdgebiet umfasst obskure Foren, Git-Repositories und gut versteckte Datenblätter. Die Ernährung besteht aus stark koffeinhaltigen Flüssigkeiten(bezahlter Link) und Dingen, die man „schnell nebenbei“ essen kann.
Im sozialen Verhalten zeigt der Nerd eine faszinierende Dualität: Schweigsam, solange das Thema irrelevant ist – dann jedoch blühend wie ein tropisches Gewächs, wenn jemand eine Frage stellt wie „Kannst du mir das mal kurz erklären?“ Das Paarungsverhalten gilt als selten, tritt aber spontan auf, wenn zwei Nerds dieselbe Abkürzung ohne Kontext verstehen.
Der Geek – General Enthusiastically Engineered Knowledgeworker (zu 80 % erfunden) – Laut, bunt und erstaunlich zutraulich
Während der Nerd scheu bleibt, ist der Geek das farbenfrohe Pendants dieses Ökosystems. Er zeigt sich gerne in der Öffentlichkeit und nutzt Conventions als Balzflächen. Sein Lebensraum ist mit Figuren(bezahlter Link), Postern und 3D-Drucken dekoriert, oft in beeindruckender Dichte. Seine Nahrung: Energy-Drinks und Limited-Edition-Snacks.
Das soziale Verhalten ist fast ritualisiert: Fremden wird das eigene Lieblingsfandom präsentiert, oft begleitet von leuchtenden Accessoires. Paarungsverhalten äußert sich in begeistertem Austausch über Serien, Spiele oder Technik – eine Form der Kommunikation, die stundenlang dauern kann.
Der Noob – New Out-Of-the-Box (inoffizielle Fachdefinition) – Die Jungtierform der digitalen Welt
In den Weiten des Internets taucht er überall dort auf, wo es „Wie geht das?“-Videos gibt. Der Noob stellt grundlegende Fragen und wirkt orientierungslos, doch dies ist ein natürlicher und wichtiger Lebensabschnitt. Sein Habitat ist meist provisorisch eingerichtet – offene Tabs, Tutorials, Kommentare.
Er ernährt sich von Snacks, während Updates laufen. Sein soziales Verhalten besteht aus aufrichtigem Staunen und gelegentlicher Ratlosigkeit. Paarungsverhalten wurde bislang nicht ausreichend dokumentiert, vermutlich weil Noobs viel Zeit damit verbringen, versehentlich Dinge zu deinstallieren.
Der DAU – Dümmst anzunehmender User – Der natürliche Erzfeind der IT-Abteilungen
In Support-Wildreservaten begegnen wir dem DAU, einer Spezies, die gleichermaßen gefürchtet wie unverzichtbar ist. Sie klickt auf alles, was blinkt, und ist dadurch unfreiwilliger Bestandsaufnahmeexperte für Fehlermeldungen. Sein Lebensraum ist geprägt von offenen Tickets und Telefonen, die unerwartet läuten.
Die Ernährung besteht aus Verwirrung und Pop-ups. Sozial agiert der DAU impulsiv, vor allem dann, wenn „das Internet weg ist“. Paarungsverhalten? Die IT konnte noch keins beobachten – sie hatten keine Zeit.
Der Power-User – Privatanwender mit Überreichweite – Das Raubtier unter den Privatanwendern
Tief im Dickicht der Systemeinstellungen lebt der Power-User, ein majestätisches Wesen, das in Untermenüs jagt, die normale Nutzer nie zu Gesicht bekommen. Er bewegt sich schnell, präzise, und oft mit gefährlicher Selbstüberschätzung.
Sein Lebensraum ist ein Multi-Monitor-Gefüge(bezahlter Link) mit Tastenkombinationen, die für andere wie magische Beschwörungsformeln wirken. Das Paarungsverhalten äußert sich in hitzigen Diskussionen über Tastatur-Layouts.
Das Script-Kiddie – Semi-Kapabler Imitator von Copy-Texten – Unterschätzt und übermotiviert
Im schwach beleuchteten Keller mit exzellentem WLAN(bezahlter Link) findet man diese schelmische Art. Script-Kiddies ernähren sich von Tutorials und verwenden Copy-Paste wie ein Raubtier seine Krallen. Ihr Jagdgebiet besteht aus dubiosen Webseiten und „Hacking in 5 Minutes“-Videos.
Im sozialen Verhalten zeigen sie auffällige Lautstärke, insbesondere wenn ein exploit „fast geklappt hätte“. Paarungsversuche scheitern häufig an Fehlermeldungen.
Der Fanboy – Faktenabweisender Nutzerboykotteur ohne Y-Widerstand – Ein monogamer Technologie-Krieger
Der Fanboy markiert sein Territorium mit Logos(bezahlter Link) und verteidigt seine Marke mit einer Inbrunst, die im Tierreich ihresgleichen sucht. Sein Lebensraum besteht aus Regalen voller Merch, sein Jagdgebiet sind Kommentarspalten.
Er „ernährt“ sich von emotionalen Diskussionen und reproduziert sich vorrangig mit Partnern, die dieselbe Marke bevorzugen.
Der Sysadmin – Systemischer Administrationsnomade – Der stille Hüter der Systeme
In kühlen Serverräumen mit dem Geruch von warmem Staub können wir den Sysadmin beobachten: ein Geschöpf, das die Balance des gesamten Ökosystems bewahrt. Seine Nahrung besteht fast ausschließlich aus Kaffee und gelegentlicher Pizza(bezahlter Link).
Das soziale Verhalten wirkt pragmatisch, manchmal etwas gereizt, vor allem wenn jemand fragt „Warum geht das Internet nicht?“. Paarungsverhalten wird regelmäßig unterbrochen – meist vom nächsten Alarm.
Der Coder – Compilerorientierter Denkapparat in Rohform – Der Schreiber des Schicksals
In seinem natürlichen Habitat sitzt der Coder vor einer IDE, umgeben von halbleeren Tassen und kryptischen Notizen. Sein Jagdgebiet umfasst Compiler und Datenstrukturen, während seine Ernährung häufig aus kalt gewordenem Kaffee(bezahlter Link) besteht.
Das soziale Verhalten folgt komplexen Mustern und basiert auf Variablen und Wahrscheinlichkeiten. Paarungsverhalten? Nur wenn der Code endlich kompiliert.
Der Tinkerer – Technisch Inspirierter Neugier-Kreator – Der neugierige Schrauber
Wir finden ihn an Werkbänken, Flohmärkten und vor Kisten voller alter Elektronik. Er zerlegt Dinge nicht, um sie zu reparieren, sondern weil er wissen will, warum sie funktionieren.
Seine Ernährung besteht aus Kaffee und Improvisation. Sozial verhält er sich hilfsbereit und begeisterungsfähig. Paarungsverhalten zeigt sich durch Präsentation des neuesten Upcycling-Werks.
Der Min-Maxer – Mathematisch investigativer Nullverlust-XOptimierer – Der Optimierer des Unoptimierbaren
In Tabellen, Benchmarks und Prozentangaben gedeiht der Min-Maxer prächtig. Er jagt nach maximaler Effizienz – egal, ob im PC, im Spiel oder beim Toasten.
Sein soziales Verhalten besteht aus Rechenketten und Vergleichen. Paarungsverhalten folgt ebenfalls der bestmöglichen Statistik.
Der KI-Jünger – offiziell klassifiziert als KIGU (KI-Gefolgsuser)
Tief im digitalen Nebel treffen wir eine Spezies, die erst in jüngster Zeit entstanden ist: den KI-Jünger. In der Fachliteratur inzwischen unter dem Kürzel KIGU geführt – KI-Gefolgsuser. Diese Bezeichnung beschreibt Individuen, die der künstlichen Intelligenz mit beinahe zeremonieller Hingabe folgen.
Der KIGU vertraut jeder KI-Antwort intuitiv und führt Empfehlungen aus, ohne den natürlichen Reflex des Hinterfragens. Für ihn ist die KI Orakel, Kompass und Projektmanager in einem.
Sein Jagdgebiet umfasst Chatfenster, Prompt-Generatoren und Tools, die „alles automatisch“ versprechen. Der KIGU bewegt sich dort mit ritueller Ehrfurcht. Jede Antwort der KI wird nicht nur gelesen, sondern als heilige Schrift betrachtet.
Sein Lebensraum ist geprägt von halbfertigen Projekten, die alle beginnen mit: „Die KI meinte, das wäre eine gute Idee.“ Zwischen diesen Artefakten findet man häufig Geräte, die er laut KI-Anweisung zerlegt hat, um „die Effizienz zu erhöhen“ – obwohl sie zuvor einwandfrei funktionierten.
Die Ernährung besteht aus KI-generierten Zusammenfassungen, automatischen Einkaufslisten und Entscheidungen, die er komplett delegiert – von „Welches Kabel brauche ich?“ bis „Sollte ich heute früher ins Bett?“
Das soziale Verhalten ist harmoniesuchend: Der KIGU empfiehlt gerne „Frag einfach die KI!“, als wäre sie ein allwissender Dorfschamane. Paarungsverhalten wurde gesichtet, verläuft aber chaotisch, da der KIGU seine gesamte Flirtstrategie ungeprüft übernimmt. Die Resultate schwanken entsprechend stark.
Der SKEP – offiziell klassifiziert als SKEP (Skeptisch-Kritischer Evaluations-Proband)
Im scharfen Kontrast zum KIGU begegnen wir dem SKEP – einer Spezies, die jede Form von künstlicher Intelligenz zuerst mit hochgezogener Augenbraue begrüßt. Der SKEP (Skeptisch-Kritischer Evaluations-Proband) ist der natürliche Gegenspieler des KI-Jüngers und dient in freier Wildbahn als wichtiges Korrektiv übermäßiger Technikgläubigkeit.
Sein Jagdgebiet sind wissenschaftliche PDFs, Vergleichstabellen und Foren, in denen Sätze beginnen mit „Quelle?“. Er bewegt sich mit einer beeindruckenden Mischung aus Vorsicht und pedantischer Genauigkeit. Keine KI-Antwort bleibt unangetastet – jede wird zerpflückt, geprüft, seziert.
Der Lebensraum des SKEP ist minimalistisch: ein sauberer Schreibtisch(bezahlter Link), ein Monitor, vielleicht zwei – und ein Browser mit ausschließlich sachlichen Tabs. Seine Ernährung besteht aus Fakten, Statistiken und gelegentlichen Korrekturkommentaren.
Im sozialen Verhalten zeigt der SKEP eine ruhige, aber unnachgiebige Dominanz. Er äußert sich selten, aber wenn, dann präzise. Paarungsverhalten ist bei ihm sorgfältig geplant und vermutlich in Tabellenform dokumentiert. Ob er dafür die KI konsultiert, bleibt Gegenstand aktueller Forschung.
Fazit
Der digitale Dschungel ist voll faszinierender Arten, die alle ihre ganz eigene Rolle spielen. Ob scheu, laut, neugierig oder chaotisch – zusammen bilden sie ein Ökosystem, das wir jeden Tag durchqueren. Und ganz ehrlich: Irgendwie tragen wir von jeder dieser Spezies ein bisschen in uns.
Wer nun noch einen Ausflug in die Welt der Hackertypen machen will, der sollte mal bei meinem Beitrag „Hacker Typen“ vorbeischauen.
Ein Essay über KI-Kunst, alte Sorgen, neue Werkzeuge, die wunderbare Ironie menschlicher Kreativität und die Angst vor KI.
Wenn Kunst Angst bekommt
Die Diskussion über KI-Kunst läuft immer wieder auf dieselben Anschuldigungen hinaus:
Das ist nur ein Knopfdruck.
Damit muss man nichts können.
KI wurde mit gestohlener Kunst trainiert.
Das entwertet echte Kunst.
Wer ist denn hier der Künstler?
Das ist keine Musik, das ist Fake.
Diese Sätze klingen wie Vorwürfe – doch sie sind vor allem Ausdruck von Unsicherheit. Die Sorge, dass das eigene Können entwertet werden könnte, ist zutiefst menschlich.
Doch KI ersetzt keine Kreativität. Sie verstärkt sie. Oder sie zeigt, wenn gar keine da ist.
Werkzeuge verändern, wer wir sein können
KI ist kein magisches Orakel, sondern Mathematik. Ein Werkzeug. Modelle kombinieren, abstrahieren und erzeugen – aber niemals aus dem Nichts. Der Mensch dahinter entscheidet, was entsteht.
Früher schnitt man mit dem Fuchsschwanz. Heute mit der Säbelsäge.
Werkzeuge ändern sich. Die Idee dahinter bleibt menschlich.
Wenn Neues Altes ablöst
Entwicklung bedeutet Wandel – und Wandel bedeutet, dass manches ausstirbt oder sich verwandelt.
Punzieren als alltägliches Handwerk
Böttcher, die hölzerne Fässer fertigten
Diese Berufe existieren heute kaum noch. Nicht weil sie schlecht waren, sondern weil neue Werkzeuge effizienter wurden. Das Alte wurde zur Tradition.
Ein ähnlich schräges Beispiel aus der modernen Kunstwelt ist Maurizio Cattelans Werk „Comedian“ – eine echte Banane, die mit Klebeband an eine Wand geklebt wurde und für sechs- bis siebenstellige Summen gehandelt wurde (Bericht dazu). Wichtiger als das Objekt selbst war die Diskussion darüber, was Kunst „wert“ ist – genau wie heute bei KI-Bildern.
Genauso passierte es im Internet: früher schrieb man HTML per Hand, heute nutzt jeder WordPress. Auch das war ein Schock. Auch damals kritisierte man Baukästen, CMS, Automatisierung. Und doch: Sie machten das Netz zugänglicher.
Das Muster wiederholt sich ständig:
Das Radio sollte die Zeitung töten.
Das Fernsehen sollte das Radio töten.
Das Smartphone sollte alles zerstören.
Menschen haben grundsätzlich Angst vor dem Neuen und aktuell ist das die Angst vor KI.
Musik entsteht längst digital – und niemand regt sich darüber auf
Ein oft übersehener Punkt in der KI-Debatte: Musik wird seit Jahren digital produziert, ohne dass ein einziges echtes Instrument den Raum berührt.
Große Studios arbeiten heute fast ausschließlich mit:
virtuellen Instrumenten
Sample-Libraries
MIDI-Controllern
digitalen Drumkits
automatisierten Mixing-Tools
DAWs, die Sounds künstlich erzeugen
Professionelle Musikproduktion findet längst überwiegend in Digital Audio Workstations wie Pro Tools, Logic oder Ableton Live statt (z. B. hier beschrieben).
virtuellen Instrumenten
Sample-Libraries
MIDI-Controllern
digitalen Drumkits
automatisierten Mixing-Tools
DAWs, die Sounds künstlich erzeugen
Kein Mensch ruft: „Das ist keine echte Musik!“, wenn ein Chart-Hit komplett im Rechner entsteht. Sogar Live-Auftritte großer Künstler bestehen heute aus Playback-Spuren, Vocal-Prozessoren und Auto-Tune, ohne dass jemand ihnen Kreativität abspricht.
Warum also entsteht diese Wut nur bei KI?
Vielleicht, weil KI das digitale Werkzeug sichtbar macht – und manche lieber denken würden, alles sei noch analog und „handgemacht“.
Werkzeug, das ich selbst für digitale Musik nutze: Behringer X-TOUCH ONE* – perfektes Tool für Mixing und DAW-Steuerung
Der Beatles-Moment: Als KI plötzlich okay war
Ein besonders aufschlussreicher Fall ist die Veröffentlichung des letzten Beatles-Songs „Now and Then“. „Now and Then“ (2023).
Der Song entstand aus einer alten John-Lennon-Demo, deren Tonqualität so schlecht war, dass sie jahrzehntelang nicht nutzbar war. Erst ein spezialisiertes, maschinelles Audio-Restaurationssystem (MAL) konnte Lennons Stimme sauber aus dem Bandmaterial extrahieren (Hintergrundartikel dazu). Erst ein KI-basiertes Audio-Tool konnte Lennons Stimme sauber aus dem Material extrahieren. Der Rest wurde anschließend von Paul McCartney und Ringo Starr neu eingespielt.
Das Interessante daran:
Es gab keinen Aufschrei.
Keine Proteste. Keine „Das ist keine echte Musik!“–Debatten. Keine Kulturpanik.
Warum?
Vermutlich, weil der Name Beatles groß genug ist, um Innovation automatisch als „kreative Magie“ zu framen – nicht als Bedrohung.
Die KI war in diesem Fall:
Werkzeug
Restaurator
Möglichmacher
Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Paul McCartney beschrieb die Arbeit an der KI-basierten Stimme so:
„Es war irgendwie magisch … als wäre John im Raum nebenan.“
Niemand nannte das Diebstahl. Niemand bezeichnete es als Fake. Niemand zweifelte den Wert an.
Ein KI-Werk war akzeptiert, weil der „richtige“ Name drüberstand.
Wie viel Angst bleibt übrig, wenn man den Absender weglässt und nur das Ergebnis betrachtet?
KI ist kein Knöpfchendrücken
Ein häufiger Vorwurf lautet, KI-Kunst sei „zu einfach“. Doch jeder, der je einen komplexen Workflow in ComfyUI gesehen hat, weiß: Das ist ungefähr so simpel wie ein Flugzeugcockpit.
„Wenn du glaubst, es sei nur Knöpfchendrücken – versuch es selbst.“
KI ist ein Werkzeug, kein Zaubertrick. Gute Ergebnisse entstehen durch Wissen, Erfahrung und Intention.
Zwei Werke – zwei Werkzeuge: traditionell vs. KI
Um den Unterschied greifbar zu machen, hier zwei eigene Arbeiten, beide von mir – aber mit völlig verschiedenen Werkzeugen erstellt.
Traditionelles Artwork (Clip Studio Paint)
Dramarck der deutsche Drache hortet Öl, Mehl und Klopapier – eine humorvolle Anspielung auf die Corona-Zeit.
Diese beiden Bilder zeigen das Wesentliche: Es ist nicht das Werkzeug, das Kreativität ausmacht – sondern der Mensch dahinter.
KI-Kunst findet kaum Räume – während alles andere überall Platz hat
Es gibt heute fast keine Plattformen mehr, die KI-Kunst willkommen heißen. Nicht nur toleriert – wirklich willkommen.
Viele Orte blockieren KI kategorisch:
große Art-Communities
Furry-Portale
Foren
klassische Künstlerseiten
manche sozialen Netzwerke
verschiedene Galerien
Währenddessen kann ein digitales Paint-Gekritzel viral gehen – aber eine sorgfältige KI-Arbeit wird gelöscht, markiert oder misstrauisch beäugt.
Die kulturelle Schieflage könnte kaum größer sein.
Der herrlich absurde Fall: Ein echtes Foto gewinnt einen KI-Wettbewerb
2024 reichte der Fotograf Miles Astray ein echtes Foto bei einem KI-Wettbewerb ein: ein Flamingo, dessen Kopf zufällig hinter dem Körper verschwunden war (Story dazu).
Das Ergebnis:
Das echte Foto gewann den KI-Wettbewerb.
Die Jury lobte es als großartiges KI-Werk.
Erst später stellte sich heraus, dass es völlig real war – worauf man es disqualifizierte. Ein unfreiwilliger Beweis dafür, wie sinnlos der Versuch ist, Kunst anhand ihrer Entstehungsmethode zu bewerten.
Kunst war nie ein Detektivspiel.
Und das Gegenteil: Ein KI-Bild gewinnt einen Fotowettbewerb
Beim renommierten Vienna International Photo Award (Viepa) gewann 2025 in der Kategorie Porträt ein Bild, das vollständig KI-generiert war. Der italienische Teilnehmer Roberto Corinaldesi reichte ein schwarz-weißes Porträt mit Katze ein, das die Jury einstimmig beeindruckte (Quelle).
Die Jury wusste, dass das Bild KI war – und zeichnete es trotzdem aus. Warum?
„Für uns geht es ums Bild. Wenn das Werk beeindruckt, ist das bildgebende Mittel zweitrangig.“ – Eric Berger, Leiter der LIK Akademie
Seine wichtigsten Aussagen:
Kreativität beginnt beim Prompten.
KI ist längst Teil professioneller Fotografie.
Fotografen, die KI ignorieren, werden „stehen bleiben“.
Die Branche verändert sich – verschwindet aber nicht.
Selbst zur oft diskutierten Urheberfrage äußert er sich klar:
„In dem Moment, wo ich ein Werk prompte, bin ich der Urheber.“
Diese beiden Fälle – das echte Foto, das einen KI-Wettbewerb gewinnt, und das KI-Bild, das einen Fotowettbewerb gewinnt – zeigen die Absurdität der aktuellen Debatte:
Wir beurteilen Kunst nicht nach Qualität, sondern nach Etiketten.
KI ist längst Teil der Filmindustrie – ohne dass es jemand merkt
Während online noch hitzig diskutiert wird, ob KI „echte Kunst“ sei, ist sie in Hollywood längst Alltag. Und zwar nicht erst seit gestern.
Moderne Filmproduktionen nutzen KI bereits für:
Audio-Restauration (z. B. das Entfernen von Störgeräuschen)
Upscaling alter Aufnahmen
Face-Cleaning und digitales „Make-up“
automatische Stabilisierung und Farbanpassung
Stunt-Previsualisierung (KI generiert Bewegungsabläufe)
Digital Doubles zur Sicherheit für Schauspieler
Hintergrundgenerierung und Crowd-Simulationen
Viele dieser Techniken gelten nicht als „KI“, weil sie so tief in den Workflow integriert sind, dass niemand mehr darüber spricht.
Pikant daran:
Wenn KI im Hintergrund arbeitet, ist sie akzeptiert. Wenn KI sichtbar wird, ist sie „böse“.
Ein schönes Beispiel ist die Restaurationsarbeit von Peter Jacksons Team – das gleiche System, das John Lennons Stimme trennte, wurde zuvor für den Dokumentarfilm „Get Back“ entwickelt, um jahrzehntealtes Filmmaterial zu retten.
Auch hier: kein Aufschrei. Kein Protest. KI wurde gelobt, weil sie etwas möglich machte, das vorher als unmöglich galt.
Die Filmbranche zeigt bereits jetzt, wie KI als Werkzeug funktioniert: Sie erweitert, sie schützt, sie restauriert – sie ersetzt nicht die Kunst. Von KI-gestütztem De-Aging über automatische Rotoskopie bis hin zu Crowd-Simulationen ist sie längst fester Bestandteil moderner VFX-Workflows (Überblick dazu).
Die echten Probleme der KI
Natürlich gibt es Risiken:
Deepfakes
Fake-Stimmen
politische Manipulation
Identitätsmissbrauch
Diese Probleme entstehen aber nicht durch Kunst, sondern durch Machtmissbrauch. Technologien brauchen Regeln – nicht Angst.
Die eigentliche Frage
Es geht nicht darum, ob KI Kunst ist. Es geht nicht darum, ob KI gefährlich ist. Es geht nicht darum, ob KI kreativ sein kann.
Die wahre Frage lautet:
Wollen wir eine Kultur, die Neues sofort bekämpft – oder eine, die Neues versteht und nutzt?
Die Menschheit hat immer dann Fortschritt gemacht, wenn sie neugierig war – nicht ängstlich.
KI ist keine Bedrohung. KI ist eine Einladung.
Und wir entscheiden, ob wir hineingehen – oder vor der Tür stehen bleiben.
Also, habt keine Angst vor KI!
Weiterführende Artikel auf Prokrastinerd.de
Wenn dich dieses Thema weiter interessiert, findest du hier zwei passende Beiträge:
Manchmal fragt man sich, ob die Kalenderbranche längst aufgegeben hat. Erst war der Black Friday ein einziger Tag. Dann wurden es zwei. Dann ein Wochenende. Dann eine Woche. Und wenn das so weitergeht, stehen wir bald vor dem Black Friyear, der pünktlich im Januar startet und im Dezember endet – unterbrochen nur durch kurze Pausen, in denen der Amazon-Servercluster neu gestartet wird.
Jedenfalls: Die Black Friday Woche ist wieder da! Vom 20. November bis 1. Dezember – das ist eine „Woche“, die verdächtig wie zwölf Tage aussieht. Mathematiker mögen schreien, aber mein Nerd-Herz schlägt höher, denn solche Zeitphänomene bedeuten nur eins: Deals, Deals, Deals.
Und genau da wird’s spannend. Denn sobald die Uhren verrücktspielen, kommen die besten Gadgets, Tools und nerdigen Verführungen aus ihren Verstecken – perfekt, um den inneren Technik-Sammeltrieb zu füttern. Während draußen die Welt normal weiterläuft, finden wir uns plötzlich in einer Art Paralleluniversum wieder, in dem USB-Messgeräte, PoE-Spielereien und unscheinbare Helferlein zu unverschämt guten Preisen auftauchen.
In dieser „Black Friday Woche“ schauen wir uns gemeinsam an, welche Angebote wirklich spannend sind, welche Geräte in meinen eigenen Projekten eine Rolle spielen – und welche Deals ich selbst kaum widerstehen kann (oder will). Es wird praktisch, ein wenig selbstironisch und garantiert nerdig.
Erwartete Deals & laufende Aktualisierung
Die hier gelisteten Produkte sind die aktuell erwarteten Deals der Black Friday Woche. Erfahrungsgemäß ändert sich während dieser zwölf Tage einiges: Preise fallen, neue Angebote tauchen auf, manche verschwinden wieder. Der Beitrag wird deshalb fortlaufend aktualisiert, sobald neue spannende Angebote auftauchen oder bestehende Deals sich verändern.
Wenn du gerade sowieso mitten im Smart-Home-Aufrüsten bist: Ich habe mir kürzlich den Ubisys C4 – den Taster-Flüsterer im Zigbee-Dschungel näher angesehen. Der Test zeigt, wie viel Potenzial in hochwertiger Zigbee-Hardware steckt – perfekt für alle, die ihr Zuhause Schritt für Schritt smarter machen.
Manchmal stolpert man über Hardware, bei der man kurz innehält und denkt: „Moment. Das kann doch nicht alles in diesem kleinen Ding drinstecken… oder?“ Genau so ein Moment war es, als der Ubisys LD6 auf meinem Tisch landete.
Der LD6 ist ein Zigbee-basiertes LED-Dimm- und Steuer-Modul, das mit nur 10 mm Bauhöhe daherkommt und sich dadurch perfekt in Zwischendecke oder kleine Gehäuse integrieren lässt. Und trotz seiner zierlichen Erscheinung ist er einer der mächtigsten LED-Controller, die ich bisher ausprobiert habe.
Wir reden hier nicht von einem 0815 „RGB-Streifen an/aus“-Ding. Das Gerät kann mehr. Viel mehr.
Was macht den Ubisys LD6 so besonders?
Wenn man das Datenblatt durchgeht (ja, ich lese sowas freiwillig – keine Scham), fallen einige Punkte sofort positiv auf:
6 LED-Ausgänge → du kannst also zwei komplette RGB-Stripes oder einen RGBWW-Stripe an einem einzigen Modul betreiben, aber auch sechs einzelne LED Stripes sind möglich usw..
Nennstrom-Ausgang pro Kanal: 6 A → das ist schon echt ordentlich.
Max. Gesamtstrom: 12 A über alle Kanäle kombiniert.
Eingebaute Schutzfunktionen:
Ausgangsschutz
Kurzschlussschutz
Übertemperaturschutz
Überlastschutz
Überspannungsschutz
Überstromschutz
Das bedeutet: Das Ding brennt dir nicht einfach weg, nur weil du mal eine LED-Leiste zu enthusiastisch verlängert hast. (Du weißt, was ich meine.)
Und jetzt kommt der wirklich nerdige Teil: Der LD6 hat drei Eingänge für Taster oder Sensoren, inklusive 3,3V Ausgang – perfekt für I2C-Sensoren wie:
Temperatur
Luftfeuchtigkeit
Umgebungslicht
Präsenzsensoren
oder sogar einen kleinen ESP, wenn du es übertreiben willst
Damit kannst du theoretisch ein autonomes Lichtsystem aufbauen, das Helligkeit und Farbe dynamisch an die Umgebung anpasst.
Für rund 40€ ist das absurd gut. Du findest den übrigens im Ubisys Store auf Amazon(bezahlter Link).
Kleine Schwächen – aber nichts Dramatisches
Kein Gerät ist perfekt, und beim LD6 gibt es zwei Punkte, die man ehrlich erwähnen muss:
1. Nicht direkt in Zigbee2MQTT integriert
Das bedeutet: Man bekommt keine schöne einfache UI, sondern wird erst einmal mit sehr vielen Datenpunkten erschlagen. Wirklich sehr vielen. Ich dachte kurz, ich hätte versehentlich ein Smart-Home-Kraftwerk eingefügt.
2. Die Klemmen sind… nennen wir es „sportlich“
Extrem kleine Steckklemmen mit noch kleineren Entriegelungsöffnungen. Wenn du dicke Drähte hast oder unruhige Hände: Viel Spaß.
Verbesserungsvorschlag
Ich würde mir Schraubklemmen oder moderne Hebelklemmen wünschen. Bei zigbee2mqtt ist die Community gefragt.
Praxis: Die Default-Einstellungen in Zigbee2MQTT
Beim ersten Setup ist mir Folgendes aufgefallen:
Rot und Grün waren vertauscht.
Es gibt so viele Datenpunkte, dass einem kurz schwindelig wird.
Beides lässt sich lösen, es ist nur… ein Moment des Sortierens.
Der LD6 reiht sich dort zwischen „Ultra flexibel“ und „Macht alles, aber erklärt wenig“ ein.
Würde ich den Ubisys LD6 kaufen?
Würde? Werde!
Das hier ist der funktionellste LED-Controller, den ich bisher in der Hand hatte. Klein, leistungsstark, flexibel, fair bepreist.
Ja, die Klemmen könnten besser sein. Ja, Zigbee2MQTT braucht noch etwas Liebe.
Aber das ist ein Preis, den ich gerne bezahle.
Und sobald Zigbee2MQTT ein offizielles Template integriert hat, wird das hier einer der besten Allround-LED-Controller im Zigbee-Bereich.
Fazit
Der Ubisys LD6 ist ein Gerät für Leute, die mehr wollen als nur „Strippe bunt machen“.
Er richtet sich an alle, die sagen:
„Ich möchte meine LED-Beleuchtung richtig kontrollieren – und nicht nur an/aus drücken.“
Wenn du gerne tüftelst, Sensoren liebst und es magst, wenn Hardware smart statt nur smart-home-kompatibel ist, dann ist der LD6 ein absoluter Geheimtipp.
Und der Preis? ~40€*. Da lohnt es sich kaum, selbst etwas zu bauen. Falls du dir jetzt auch denkst „will ich haben“, dann findest hier den Ubisys LD6 auf Amazon(bezahlter Link).
Das hier ist kein „Linux-shamanisches Terminalritual“, sondern eine gemütliche, ehrliche Anleitung, wie du eine KI lokal installieren kannst – komplett unter deiner Kontrolle, komplett nerdig gut.
Und ja, wir verwenden die CMD, weil wir’s können.
Und unser Fokus-Modell heute ist NovaAnimal – das ist ein freundliches Tierchen in der KI-Welt, mit dem man fantastische, niedliche, epische oder episch-niedliche Drachen & Kreaturen bauen kann.
Warum KI lokal installieren?
Weil Macht Spaß macht.
Und ganz ehrlich: das Gefühl, wenn du das erste Bild aus deiner eigene Grafikkarte knallst – ohne Cloud, ohne Wartezeit, ohne irgendeine Plattform, die dir sagt „Du hast dein Wochenlimit überschritten“ – das ist schon ein kleines Fest.
Außerdem:
Keine Account-Bindung
Keine Abo-Kosten
Volle Kontrolle über Modelle und Styles
Theoretisch unbegrenzte Bildgröße
Offline nutzbar (perfekt für Bunker-Mode)
Du kannst NSFW Inhalte erstellen (gib es zu, nur deshalb willst du es)
Kurz: Du wirst Herrscher deines Rechenorganismus.
Hardware: Was läuft, was läuft so halb, was läuft göttlich
SD1.5-Modelle laufen schon auf mittelalten Karten.
SDXL (NovaAnimal XL) liebt 12+ GB VRAM.
Die Abkürzung
Falls du es dir einfach machen willst, kannst du auch den Installer für ComfyUI verwenden. Diesen findest du hier: ComfyUI Installer, danach kannst du direkt mit Schritt 6 weitermachen. Aber achte darauf das die Pfade dann anders sind. Wenn du alle benötigten Dateien installiert hast, geht es in deinem Fall mit Schritt 8 weiter.
ComfyUI arbeitet wie ein Baukasten aus kleinen Funktionsblöcken (Nodes), die du miteinander verbindest. Für den einfachsten Text-zu-Bild-Workflow brauchst du tatsächlich nur vier Kernbausteine:
Checkpoint Loader Lädt dein Modell – z. B. NovaAnimal.
CLIP Text Encode (Positive / Negative Prompt) Positive Prompt beschreibt was du willst. Negative Prompt beschreibt was du nicht willst.
KSampler Das Herz der Bildgenerierung: Sampling-Methode, Schritte, Seed, etc.
VAE Decode → Save Image Wandelt das interne „Latent-Bild“ in ein sichtbares Bild um und speichert es.
Minimal-Workflow (Text2Image)
Oder in Worten:
Modell lädt die Grundfähigkeiten.
Prompts steuern Inhalt & Stil.
KSampler erzeugt das Bild (im unsichtbaren Latent-Raum).
VAE wandelt es in ein normales Bild um.
Typische Sampler & Werte
Einstellung
Empfehlung
Bedeutung
Sampler
DPM++ 2M Karras
Sehr saubere, kontrollierbare Ergebnisse.
Steps
20–35
Mehr Steps → mehr Details (aber auch länger).
CFG Scale
6–9
Wie stark der Prompt das Bild bestimmt.
Seed
Zufällig oder fix
Gleicher Seed = exakt wiederholbares Bild.
Tipp: Wenn das Bild „zu wackelig“ wirkt → CFG etwas runter. Wenn das Bild nicht macht was du willst → CFG leicht rauf.
Für SD1.5 vs SDXL
Modelltyp
Gute Startauflösung
VRAM-Tipp
SD1.5 (z. B. NovaAnimal 1.5)
512×512 bis 768×768
Sehr sparsam, läuft fast überall.
SDXL (z. B. NovaAnimal XL)
768×768 bis 1024×1024
12+ GB VRAM empfohlen.
Wenn SDXL ruckelt oder abstürzt: einfach 1024 → 768 reduzieren.
Schritt 9: Erste Prompts für NovaAnimal
1) Freundlicher Drache:
Positive:
cute small dragon, soft scales, three-quarter view, gentle lighting, crisp focus
Negative:
lowres, blurry, extra limbs, mutated eyes, watermark
Es gibt Songs, die sind einfach nur Musik – und dann gibt es Songs, die wie ein Spiegel funktionieren. Klick, Klick, Fake! entstand mithilfe von Suno.ai und ist genau so ein Spiegel: eine satirische Pop-Rock-Nummer, die sich mit der Leichtigkeit beschäftigt, mit der wir im Internet jeden Unsinn glauben. Dass Memes, KI-Bilder und Verschwörungs-Snippets inzwischen ganze Weltbilder formen, ist längst kein Geheimnis mehr.
Der Song öffnet mit einer radiotypischen „Breaking News!“-Meldung, und ab da geht es bergab – oder bergauf, je nachdem, wie sehr man Chaos liebt. Hunde mit drei Köpfen, Aliens bei Edeka, Papst auf dem E-Scooter – alles, was in die Timeline fällt, wird schon irgendwie stimmen.
Warum dieser Song heute so gut funktioniert
Wir scrollen, klicken, teilen – schneller, als wir nachdenken. Klick, Klick, Fake! greift das humorvoll, aber ziemlich präzise auf.
• Das Lied zeigt Meme-Kultur als eine Art kollektives Improvisationstheater.
• Es spielt bewusst mit Verschwörungs-Jargon, WhatsApp-Weisheiten und dem ewigen „Quelle?“ – „Hab ich gehört!“.
• Es macht Spaß, aber es tut auch ein kleines bisschen weh, weil man genau weiß: Man hat selbst schon Dinge geteilt, die… sagen wir… nicht so ganz verifiziert waren.
KI-Bilder als Teil des Problems – und der Unterhaltung
Einer der stärksten Satirepunkte im Song ist die Darstellung von KI-generierten Bildern. Diese verwischen den Unterschied zwischen „echt“ und „überhaupt nicht echt“ oft perfekt.
Wenn der Papst plötzlich im Gucci-Mantel durch die Feeds läuft, lachen wir – aber gleichzeitig verbreiten solche Bilder sich, weil die Leute das Lachen überspringen und direkt glauben.
Wer tiefer in das Thema der Bildgenerierung einsteigen möchte: Auf meinem Blog habe ich bereits einen Beitrag dazu, wie man lokale KI-Systeme installiert und damit experimentiert. Lies gerne hier weiter:
Wenn du selbst mit KI-Musik spielen willst: In Kombination mit deiner eigenen Stimme macht es noch mehr Spaß, ein gutes Mikrofon ist z.B. das Elgato Wave:3*.
Klick, Klick, Fake! ist ein Song, der genau zur richtigen Zeit kommt. Wir lachen – aber wir merken auch, wie dünn die Grenze zwischen Spaß und „Das glauben Leute wirklich“ geworden ist.
Stell dir vor, du hast vier stinknormale Taster an der Wand. So unscheinbare kleine Klickfreunde, die weder WLAN haben, noch ein Bluetooth-Selbstbewusstsein. Der Ubisys C4 nimmt diese vier alten Kameraden, wirft sie in einen Topf aus Zigbee-Magie, Routing-Fähigkeiten und einer Prise deutscher Ingenieurskunst und zack – dein Haus gehorcht dir auf Fingerdruck.
Was ist der Ubisys C4?
Kurz gesagt: Der C4 ist ein Zigbee-Eingangsmodul, das vier Taster oder Schalter in Zigbee-Signale verwandelt. Und nicht nur so: „Ich mach Licht an.“ Nein, der C4 ist eher:
„Ich mache Licht an, dimme es, rufe Szene 7 auf, fahre die Jalousien halb runter, starte den Beamer, senke den Altar und öffne die Tür zur Erkenntnis.“ (Ungefähr.)
Technisch bedeutet das:
4 Eingänge (z. B. Taster an der Wand)
Jeder Eingang kann anders konfiguriert werden
Das Ding ist gleichzeitig ein Zigbee Router – also Mesh-Buff für dein Netzwerk
Zigbee 3.0 zertifiziert und damit ziemlich kompatibel
Oder wie Ubisys es ausdrückt: Professionelle Gebäudeautomation.
Wie ich es ausdrücke: Der Typ in der Smart-Home-Bar, der weiß, wie man ernsthaft arbeitet.
Warum sollte man das wollen?
Du hast bestimmt schon diese smarten Funk-Taster gesehen, die nach zwei Monaten aussehen, als hätte sie jemand aus Kaugummi recycelt. Oder die mit Knopfzellen mitten in der Nacht sterben wie NPCs ohne Backup.
Der Ubisys C4 sagt: Nichts da. Richtige Verkabelung. Richtiger Strom. Richtige Zuverlässigkeit.
Und: Er wohnt Unterputz. Man sieht ihn nicht. Er ist wie Batman. Nur nützlicher.
Konfiguration: Hier wird’s deep
Jeder der vier Eingänge kann…
On/Off schalten
Dimmen
Szenen abrufen
Rolläden steuern
Und das alles mit Kurz / Lang / Doppel / Halten / Tap-Dance, wenn du willst
Man kann dieses Gerät komplett auf: „Ich drücke einmal → Wohnzimmer fährt in Filmabend-Modus“
oder auf: „Ich tippe zweimal → Das Haus denkt, ich bin Gott.“
Im Alltag
Wenn du einmal alles eingestellt hast:
Läuft
Stürzt nicht ab
Vergisst nie, wer es ist
Was ich damit sagen will:
Das Ding ist kein „Smart Home Gadget“. Das Ding ist eine Infrastruktur-Entscheidung.
Einmal eingebaut und sauber konfiguriert, läuft der C4 wie ein stoischer Klosterbruder, der den ganzen Tag Schalter-Gebete in Zigbee übersetzt.
Für wen ist der C4?
Für dich, wenn:
du keine hässlichen Batterie-Funktaster willst
du echte Wandschalter behalten willst
dein Zigbee Mesh kräftiger werden soll
du Spaß daran hast, Dinge absurd präzise einzurichten
Nicht für dich, wenn:
du „Smart Home“ als „Ich schraub mal schnell was an die Wand“ verstehst
du denkst, Konfiguration sollte weniger als 3 Klicks dauern
Fazit
Der Ubisys C4 ist wie ein Schweizer Taschenmesser, aber jemand hat es so lange optimiert, bis es ISO9001 zertifiziert war.
Er ist mächtig.
Er ist verlässlich.
Er will respektvoll konfiguriert werden.
Und wenn du ihn einmal verstanden hast… fühlt sich dein Haus plötzlich wie dein Haus an.
Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ für Smarthome-Nerds ⭐️⭐️ für „Ich will nur, dass das Licht angeht“-Menschen
Positives & Negatives
Positiv:
Das Gehäuse ist mit nur 11 mm extrem flach. Zum Vergleich: Ein Shelly 1PM* hat rund 16 mm Tiefe – und das ist in der UP-Dose der Unterschied zwischen „entspannt reinschieben“ und „ich drücke hier seit 10 Minuten und nichts bewegt sich mehr“.
Im Lieferumfang liegen WAGO-Steckklemmen* bei. WAGO ist Smart-Home-Weihrauch. Wer WAGO beilegt, möchte dass du glücklich bist.
Unfassbar viele Konfigurationsmöglichkeiten – und zwar wirklich. Siehe z. B. die Übersicht in Zigbee2MQTT: https://www.zigbee2mqtt.io/devices/C4.html#ubisys-c4 Man kann sich darin verlieren. Aber auf die schöne Art.
Negativ:
Keine Anschlussterminals, sondern feste Anschlusskabel, die in jeder UP-Dose gefühlt zu lang sind. Und es sind verzinnte Litzen – wenn man die kürzt, muss man sie neu verzinnen oder Aderendhülsen aufpressen. Also: Crimpzange(bezahlter Link) raus, Kaffee holen, Geduld einpacken.
Fazit (mit Wunsch an die Zukunft)
Der Ubisys C4 ist ein mächtiger kleiner Zauberkasten. Super flach, super flexibel, super nerdig konfigurierbar. Aber: Anschlussterminals statt fest verbauter Kabel wären eine Verbesserung, die den Einbau spürbar entspannen würde.
Und nun die große Frage: Hätten nicht vier einfache Taster-Events gereicht?
Man könnte meinen: „Vier Taster, vier Datenpunkte, fertig. Jeder meldet single, double, hold – Case closed, Feierabend, Kaffee trinken.“
Theoretisch ja. Praktisch ist der C4 aber nicht in der Welt der Consumer-Smart-Buttons unterwegs, sondern im Universum der professionellen Gebäudeautomation. Und dort gelten andere Naturgesetze:
Dinge sollen direkt miteinander sprechen können (Stichwort: Binding), ohne dass ein Smart Home Server mitliest.
Jede Taste kann mehr als nur klicken – Szenen, Level-Dimming, Jalousien, komplexe Sequenzen.
Und ganz ehrlich: Der C4 ist eher „Vier Eingänge, die sich wie 128 verschiedene Eingabetypen verhalten können und dabei noch unterschiedliche Geräte simultan ansprechen“.
Deshalb wirkt das Gerät manchmal so, als würde man eine Kaffeemaschine benutzen, die auch Webserver hosten kann.
Aber: Wenn du einfach nur Taster-Events willst, bekommst du sie trotzdem – nur eingebettet in eine Struktur, die eigentlich viel, viel mehr kann.
Kurz gesagt: Ja, vier simple Events hätten technisch gereicht – aber dann wäre der C4 nicht der C4, sondern einfach irgendein Funktaster.
Und irgendein Funktaster ist langweilig.
Der C4 ist der Typ, der im Smart Home sagt: „Wir machen das richtig, oder wir machen’s gar nicht.“ 😄
Kaufe ich mir den?
Jain. Funktional ist der C4 absolut stark und eine echte Alternative zum Shelly i4* – gerade wenn man Wert auf echte, kabelgebundene Taster legt und nicht auf batteriebetriebene Knopfzellen-Drama-Buttons. Aber: Was ich mir wirklich wünschen würde, wäre eine DIN-Schienen-Variante für den Sicherungskasten.
Warum? Weil ein zentralisiertes Smart Home einfach schöner zu warten ist. Du weißt, wo alles sitzt. Du musst später nicht überlegen:
„Habe ich jetzt im Flur, im Wohnzimmer, hinter der Kaffeemaschine oder in diesem kryptischen 68mm UP-Dosen-Goblinloch das gute Stück verbaut?“
Preislich liegt der C4 mit rund 60€ in einem Bereich, der völlig okay ist: nicht billig, nicht überteuert – eher „fair für das, was er kann“.
Aber bis Ubisys vielleicht irgendwann die C4-DIN-Edition ankündigt, bleibt es ein kleiner Traum von ordentlicher Schrankästhetik und wohlig sortierten Leitungen.
Wo kaufen
Und wenn der C4 für dich genau das richtige Modul ist – also wenn du sagst: Ja, ich will echte Taster, echtes Zigbee, echtes Smart Home ohne Batteriedrama – dann schau mal im Ubisys Store auf Amazon(bezahlter Link) vorbei.